Mini Countryman vor dem BMW Group-Werk in Leipzig.

Die Produktion der kommenden Generation des Crossover-Modells Mini Countryman im BMW Group Werk Leipzig beginnt im Jahr 2023. Bild: BMW

| von Götz Fuchslocher

Die Fertigung des Nachfolgers des aktuellen Mini Countryman in Leipzig wird im Jahr 2023 beginnen. Das Werk in Sachsen wird damit zum ersten deutschen Standort der BMW Group, an dem Fahrzeuge der Marken BMW und Mini gemeinsam hergestellt werden. Das neue Crossover-Modell wird dem Unternehmen zufolge dort sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch mit reinem Elektroantrieb vom Band laufen. Die dafür notwendige Erweiterung der Produktionskapazitäten einschließlich der Montage von E-Antriebskomponenten werde durch das aktuelle Investitionsprogramm für das BMW Group Werk Leipzig sichergestellt.

Wie das Unternehmen bereits kürzlich angekündigt hatte, verstärkt es im Rahmen der Neuausrichtung des Produktprogramms von Mini sein Engagement im Bereich E-Mobilität sowie im wachsenden Segment der Crossover-Modelle. Den künftigen Mini Countryman wird es wahlweise mit Front- oder Allradantrieb und sowohl mit Otto- und Dieselmotoren als auch mit reinem Elektroantrieb geben. Leipzig ist bereits seit dem Produktionsstart des BMW 2er Active Tourer im Jahr 2014 das Pilotwerk des Unternehmens für die Frontantriebsarchitektur der Marke. Derzeit wird in Leipzig neben dem BMW 2er Active Tourer auch der neue BMW 1er sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb produziert. Seit 2013 wurden dort bereits mehr als 200.000 Exemplare der rein elektrisch angetriebenen Modelle BMW i3 und i3s produziert.

Kapazitäten für den Mini und E-Antriebskomponenten

Das jüngst abgeschlossene Investitionsprogramm umfasst Erweiterungen und Modernisierungen in den Bereichen Karosseriebau, Lackiererei, Montage und Logistik. Insgesamt wurden dafür rund 300 Millionen Euro investiert. Die Fertigungskapazität des Standorts wurde auf diese Weise auf bis zu 350.000 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert.

Am 2005 eröffneten Standort will der OEM die gesammelten Kompetenzen auf dem Gebiet der E-Mobilität künftig noch intensiver nutzen. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro werde im BMW Group Werk Leipzig jetzt die Produktion von E-Antriebskomponenten aufgebaut. Bereits vom Jahr 2021 an soll der Standort damit Teil des internationalen Produktionsnetzwerks des Unternehmens für Hochvoltbatterien werden. Auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern werden dann angelieferte Lithium-Ionen-Zellen zu standardisierten Batteriemodulen zusammengefügt. Aus ihnen entstehen die jeweils modellspezifischen Hochvoltspeicher für elektrifizierte Modelle von BMW und Mini.

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