Dr. Zetsche Daimler

Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche: Der Februar ist gut gelaufen. - Bild: Daimler

“Der Februar ist gut gelaufen”, sagte der Manager am Dienstag am Rande des Genfer Automobilsalons.

Die Verkaufszahlen in der Pkw-Sparte Mercedes-Benz seien gewachsen, wahrscheinlich im zweistelligen Prozentbereich.

Im Januar hatten die Stuttgarter 89.400 Autos der Marken Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG abgesetzt – gut 23 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Vor allem im ersten Quartal dieses Jahres wird mit deutlichen Zuwächsen gerechnet. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich das Tempo dann allerdings zumindest etwas abschwächen, da sich die Branche zwischen Juli und Dezember 2010 deutlich besser als erwartet geschlagen hatte.

2010 erreichte Daimer seine selbstgesteckten Ziele

Im vergangenen Jahr hat Daimler, eines der wenigen deutschen Automobilunternehmen, das bereits Zahlen für 2010 vorgelegt hat, dank des starken Comebacks der Branche seine selbstgesteckten Ziele übertroffen. Gute Verkaufszahlen der Marke Mercedes-Benz und eine überraschend schnelle Erholung der Lkw-Märkte bescherten den Schwaben einen kräftigen Gewinnsprung: Operativ fuhr der Konzern einen Gewinn von 7,3 Milliarden Euro ein, unter dem Strich blieben 4,7 Milliarden Euro. Im Jahr davor waren wegen der schweren Wirtschaftskrise noch auf allen Ebenen milliardenschwere Verluste angefallen.

Fast zwei Drittel des Gesamtergebnis steuerte die Tochter Mercedes-Benz Cars bei, die dank des Booms in China, der Erholung in den USA sowie der neuen E- und S-Klasse 12 Prozent mehr Autos verkaufte. In diesem Jahr wollen die Schwaben den Rekord aus dem Jahr 2007 von knapp 1,29 Millionen verkauften Wagen, davon 1,19 Millionen der Marke mit dem Stern, brechen.

Einen konkreten Ausblick für 2011 gab das Management bei Bekanntgabe der Jahreszahlen Mitte Februar nicht, stellte aber einen Gewinnanstieg in Aussicht.

Zetsche erklärte am Dienstag in Genf, er könne sich vorstellen, künftig auch in China produzierte Autos auf andere Märkte zu exportieren. Viele Autohersteller haben in den vergangenen Jahren massiv in die Ausweitung der Produktionskapazitäten im Reich der Mitte, dem mittlerweile größten Automobilmarkt der Welt, investiert. Mit der verstärken Produktion auf den Absatzmärkten können sich Autohersteller gegen Wechselkursschwankungen absichern.

In Brasilien sei keine Pkw-Produktion mehr geplant, sagte der Daimler-Vorstand. Daimler hatte die Autoproduktion in dem Land weitgehend eingestellt und ein Werk zu einem Nutzfahrzeug-Standort umgebaut. Dem Lkw-Markt in dem südamerikanischen Schwellenland sagen die Stuttgarter eine rosige Zukunft voraus.

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