US Expressway Auto

Gegenüber dem Jahr 2011 wurden in den USA knapp 14 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft, was besonders den deutschen Autobauern viel Freude bereitet. - Bild: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET

Während im Jahr 2012 die europäischen Automärkte tief in die Krise gefahren sind und 2013 in Europa nochmals mit Rückgang gerechnet muss, ist USA zum Hoffnungs? und Ausgleichsmarkt geworden.

Mit 14,5 Millionen Fahrzeug?Verkäufen war die USA im Jahr 2012 der weltweit größte Pkw?Markt und die Pkw?Verkäufe lagen weiter vor China Gegenüber dem Jahr 2011 wurden in USA knapp 14 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft.

Damit hat USA den deutschen Autobauern im Jahr 2012 viel Freude bereitet. Audi, BMW, Mercedes und Porsche setzten noch nie so viele Fahrzeuge wie 2012 ab und lagen mit ihren zweistelligen Steigerungsraten allesamt über dem Gesamtzuwachs von 13,4 Prozent. Am erfolgreichsten war aber VW mit einem Plus von über 35 Prozent auf knapp 400.000 Einheiten ? das höchste Verkaufsvolumen seit 1973.

Insgesamt wurden 14,492 Millionen Pkws und Light Trucks abgesetzt und damit das beste Ergebnis seit 2007 erreicht. Für 2013 erwarten die meisten Analysten einen weiteren, etwas gemäßigteren Anstieg von rund sieben Prozent auf rund 15,3 Millionen Fahrzeuge. Das ist noch weit entfernt von den 17 Millionen abgesetzten Einheiten im Rekordjahr 2005, doch hat sich die Autoindustrie nach dem Absturz auf 10,4 Millionen Autos in 2009 schneller erholt als befürchtet.

US-Autobauer müssen Federn lassen

Verlierer in den USA sind die US?Amerikaner. So haben GM und Ford im Jahr 2012 in USA zusammen 3drei Prozent Marktanteil verloren. GM hat im Jahr 2012 den schlechtesten US?Marktanteil in den letzten 50 Jahren erreicht. Und so wird GM natürlich bei seiner Hausmesse in Detroit versuchen, Optimismus zu zeigen und viel über neue Produkte sprechen.

USA bleiben 2013 Hoffnungsträger für Europäer

Die Detroit Motorshow des Jahres 2013 ist wichtig, weil sie an die Branche ein positives Marktsignal sendet. USA wächst zwar deutlich schwächer – aber es wächst. Weltweit fängt USA den weiteren Rückgang in Europa auf. Das ist die positive Nachricht, aber eben nicht für alle.

So ist Peugeot?Citroen nicht in USA, Mitsubishi und Suzuki nach den großen Marktanteilsverlusten der vergangenen Jahre kaum mehr präsent. Den wenig in USA vertretenen Autobauern bringt der US?Automarkt im Jahre 2013 wenig Trost. Und so werden auch die Zulieferer mit ihren Produktionsstätten in Europa im Jahr 2013 mit Kurzarbeit kämpfen müssen. Ähnlich wie Opel und Ford, deren Mütter zwar in Detroit sitzen, aber für die der Automarkt USA faktisch nicht existiert.

Fiat hat es mit seiner Chrysler?Kooperation geschafft, zumindest knapp 44.000 Fahrzeuge im Jahr 2012 in USA zu verkaufen. Mit Alfa Romeo in USA in absehbarer Zeit verfolgt Fiat?Chef Marchionne die richtige Strategie, um den schwachen Europaverkäufen zumindest ein kleines Gegengewicht entgegen zustellen. Auch in dieser Hinsicht hat GM wenig Strategisches zu bieten und lässt Opel dem rezessiven europäischen Markt nahezu vollständig ausgesetzt.

Für VW kann USA den in Deutschland zu erwartenden Marktrückgang ausgleichen. Für Toyota bringt Detroit im Jahre 2013 die Botschaft, daß es mit den erwarteten Zugewinnen in USA von 100.000 Verkäufen die bschwächung des japanischen Marktes ausgleicht und seine Position als weltgrößter Autobauer im Jahr 2013 behalten könnte.

Zahlen US-Markt 2012

Pkw?Markt USA, China, West?Europa (Light Vehicles in 1.000 Fahrzeuge). - Bild: CAR

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CAR/Auto-Reporter.NET/hhg/Guido Kruschke