Im Daimler-Werk bei der Fertigung des GLC in Peking 2016

Die Rahmenvereinbarung zwischen Daimler und BAIC soll die strategische Zusammenarbeit im Bereich Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in China stärken. Hier zu sehen die Fertigung des GLC im Daimler-Werk Peking. Bild: Daimler

Anlässlich eines Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Li Keqiang am Donnerstag in Berlin unterzeichnete Volkswagen eine Vereinbarung für ein Gemeinschaftsunternehmen für Elektrofahrzeuge. Ziel ist, im Jahr 2020 auf dem chinesischen Markt 400.000 und im Jahr 2025 bereits rund 1,5 Millionen E-Fahrzeuge auszuliefern. Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit JAC wird nach den Planungen 2018 das erste gemeinschaftlich entwickelte E-Fahrzeug produzieren.

An dem neuen Unternehmen, das Elektrofahrzeuge sowie Mobilitätsdienstleistungen entwickeln, produzieren und vertreiben soll, halten beide Partner je 50 Prozent. „Die neue Partnerschaft ist ein weiterer Meilenstein unserer Elektro-Offensive in China", kommentierte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, die Vereinbarung. Diese sieht dafür auch den Bau einer weiteren Fabrik sowie eines Forschungs- und Entwicklungszentrums vor. Auch die Entwicklung und Produktion von Komponenten für sogenannte New Energy Vehicles (NEV), den Ausbau der Fahrzeug-Connectivity sowie von automobilen Datendiensten sieht die Partnerschaft vor. Ebenso ist der Aufbau von neuen Gebrauchtwagen-Plattformen und allen damit verbundenen Geschäftsaktivitäten vorgesehen. 

Daimler und BAIC

Daimler besiegelte eine Absichtserklärung für Investitionen in die E-Mobilität zusammen mit BAIC. Die Rahmenvereinbarung wird sich auf zwei signifikante Investments konzentrieren. Teil der Investitionsvereinbarung ist einerseits die beabsichtigte Akquisition eines Minderheitsanteils an der Beijing Electric Vehicle Co., Ltd. (BJEV), ein Tochterunternehmen der BAIC Group. Zweiter Teil ist das Investment für einen Ausbau der bestehenden Produktionsanlagen des Joint Venture Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC).

Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG: „Lokalisierung spielt eine Schlüsselrolle für das nachhaltige Wachstum und den künftigen Erfolg von Daimler hier in China. Wir haben unsere lokalen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten immer weiter intensiviert, genauso wie die lokale Produktion, um so die Präferenzen unserer chinesischen Kunden abzubilden. Unsere chinesischen Kunden haben China zum größten Markt weltweit für Mercedes-Benz gemacht und das ist insbesondere der Stärke unserer chinesischen-deutschen Kooperation mit lokalen Partnern zu verdanken."

Bosch und Baidu

Zulieferer Bosch unterzeichnete eine Kooperationsabkommen mit dem chinesischen Internetunternehmen Baidu. Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird das Thema vernetzte Mobilität in China sein. Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel erklärte zu den Beweggründen des Abkommens: „China ist mit zuletzt 28 Millionen produzierten Fahrzeugen nicht nur der größte Automobilmarkt, sondern auch bei der Entwicklung des Internets der Dinge (IoT) und Künstlicher Intelligenz (KI) vorne mit dabei.“

Im April stellte Baidu mit dem „Project Apollo” eine offene Plattform für die Entwicklung selbstfahrender Autos vor, die im Juli auf den Markt kommen soll. Bosch wird für das Projekt unter anderem Sensoren liefern. Zudem arbeiten beide Unternehmen an einer Lösung, die Daten der Bosch-Sensoren aus Fahrzeugen vor allem für die Eigen-Lokalisierung von automatisiert fahrenden Fahrzeugen nutzt. Bosch kündigte auf der Auto Shanghai an, diese Lösung noch vor Ablauf dieses Jahres gemeinsam mit Baidu sowie den weiteren Partnern Autonavi und Navinfo vorzustellen. Bosch und Baidu wollen außerdem die Erstellung eines gesetzlichen Rahmens für automatisiertes Fahren in China unterstützen.

Baidu betreibt Chinas größte Suchmaschine und ist führender Anbieter von Internetdienstleitungen im Reich der Mitte. Seit 2013 ist der Konzern in der Forschung und Entwicklung des automatisierten Fahrens aktiv und hat bereits Ende 2015 erste Tests mit automatisierten Fahrzeugen in und außerhalb der Stadt durchgeführt.

Volvo holt erste S90 per Zug aus China nach Europa

  • Das chinesische Volvo Werk in Daqing. Bild: Volvo

    Das chinesische Volvo Werk in Daqing. Bild: Volvo

  • Volvo verlegte die Produktion des Volvo S90 von Torslanda (Schweden) nach China, um im Stammwerk zusätzliche Kapazitäten für andere Modelle auf der SPA-Plattform zu schaffen.  Bild: Volvo

    Volvo verlegte die Produktion des Volvo S90 von Torslanda (Schweden) nach China, um im Stammwerk zusätzliche Kapazitäten für andere Modelle auf der SPA-Plattform zu schaffen. Bild: Volvo

  • Hier, in Daqing (Provinz Heilongjiang) im Nordosten Chinas, produziert das Unternehmen die auf der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) aufbauende Limousine der Volvo 90er Baureihe  .  Bild: Volvo

    Hier, in Daqing (Provinz Heilongjiang) im Nordosten Chinas, produziert das Unternehmen die auf der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) aufbauende Limousine der Volvo 90er Baureihe . Bild: Volvo

  • Um die größtmögliche Steifigkeit bei hochfesten Stählen im heutigen Karosseriebau zu erreichen, musste bisher eine große Menge Aluminium im Frontbereich, in den Türen sowie bei Chassis und Antriebsstrang verbaut werden. Bild: Volvo

    Um die größtmögliche Steifigkeit bei hochfesten Stählen im heutigen Karosseriebau zu erreichen, musste bisher eine große Menge Aluminium im Frontbereich, in den Türen sowie bei Chassis und Antriebsstrang verbaut werden. Bild: Volvo

  • ünftige Volvo Modelle werden aufgrund des hohen Anteils von Borstahl dagegen bis zu 150 Kilogramm leichter sein als aktuelle Volvo Fahrzeuge mit vergleichbaren Fahrzeugabmessungen. Bild: Volvo

    ünftige Volvo Modelle werden aufgrund des hohen Anteils von Borstahl dagegen bis zu 150 Kilogramm leichter sein als aktuelle Volvo Fahrzeuge mit vergleichbaren Fahrzeugabmessungen. Bild: Volvo

  • Die skalierbare Produkt-Architektur wirkt sich nicht nur vorteilhaft auf Fahrzeugeigenschaften wie Design, Gewicht, Sicherheit und Effizienz aus, sondern auch auf die Produktion. Bild: Volvo

    Die skalierbare Produkt-Architektur wirkt sich nicht nur vorteilhaft auf Fahrzeugeigenschaften wie Design, Gewicht, Sicherheit und Effizienz aus, sondern auch auf die Produktion. Bild: Volvo

  • Künftig baut nahezu die gesamte Modellpalette auf den gleichen Modulen, Schnittstellen, skalierbaren Systemen und Komponenten auf. Bild: Volvo

    Künftig baut nahezu die gesamte Modellpalette auf den gleichen Modulen, Schnittstellen, skalierbaren Systemen und Komponenten auf. Bild: Volvo

  • Vorserienproduktion des Volvo S90 im chinesischen Volvo Werk Daqing (China). Bild: Volvo

    Vorserienproduktion des Volvo S90 im chinesischen Volvo Werk Daqing (China). Bild: Volvo

  • Volvos Ziel ist es, über 40 Prozent der Teile in allen zukünftigen Volvo Modellen unabhängig von Fahrzeuggröße und Segment identisch zu machen. Bild: Volvo

    Volvos Ziel ist es, über 40 Prozent der Teile in allen zukünftigen Volvo Modellen unabhängig von Fahrzeuggröße und Segment identisch zu machen. Bild: Volvo

  • Die skalierbare Produkt-Architektur eröffnet dabei sowohl Entwicklern als auch Designern neue Möglichkeiten. Bild: Volvo

    Die skalierbare Produkt-Architektur eröffnet dabei sowohl Entwicklern als auch Designern neue Möglichkeiten. Bild: Volvo

  • Kunden erhalten ihr Fahrzeug nach der Bestellung durch den Transport per Zug deutlich schneller, als über den Schiffstransport. Bild: Volvo

    Kunden erhalten ihr Fahrzeug nach der Bestellung durch den Transport per Zug deutlich schneller, als über den Schiffstransport. Bild: Volvo

  • In jedem Container sind drei Fahrzeuge verstaut. Bild: Volvo

    In jedem Container sind drei Fahrzeuge verstaut. Bild: Volvo

  • Die von Volvo genutzten Züge transportieren jeweils rund 225 Fahrzeuge in speziellen Containern. Bild: Volvo

    Die von Volvo genutzten Züge transportieren jeweils rund 225 Fahrzeuge in speziellen Containern. Bild: Volvo

  • Die ersten Volvo S90 treffen am 31. Mai in Zeebrugge ein. Bild: Volvo

    Die ersten Volvo S90 treffen am 31. Mai in Zeebrugge ein. Bild: Volvo

  • Die Volvo S90 Lang-Version. Bild: Volvo

    Die Volvo S90 Lang-Version. Bild: Volvo