Matthias Wissmann

VDA-Präsident Matthias Wissmann schreibt den kriselnden heimischen Automarkt nicht ab. - Bild: Auto-Reporter.NET

“Westeuropa bleibt Autoland”, sagte Verbandschef Matthias Wissmann in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland.

Natürlich bereite der westeuropäische Pkw-Markt Sorgen und werde in diesem Jahr wohl um weitere rund drei Prozent auf 11,5 Millionen verkaufte Neuwagen schrumpfen. “Doch es wäre verkehrt, diese Tendenz linear weiter fortzuschreiben”, sagte Wissmann. Gerade in den besonders von der Schuldenkrise betroffenen europäischen Ländern staue sich ein Nachholbedarf an.

Schuldenländer bauen Nachholbedarf auf

Mit Blick auf den Genfer Autosalon, der in dieser Woche startet, sagte Wissmann, in solch schwierigen Zeiten sei ein so großes Branchentreffen wichtiger denn je.

Der ehemalige Bundesverkehrsminister bezeichnete ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen den Europa und den USA als “große Chance, die es zu nutzen gilt. Ein solches Abkommen könnte zu bis zu 1,5 Prozent Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks führen”.

Wissmann kritisierte dagegen, dass weltweit gesehen protektionistische Tendenzen zugenommen haben. Mit einer Abschottung schwäche man mittel- und langfristig die Wirtschaftskraft eines Landes. Das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten habe hier ein Signal für offene Märkte gesetzt, das weltweit wahrgenommen werde.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke