China

Weniger China Autokäufe in China: Nach Zahlen des Herstellerverbands CAAM (im Bild) sank der Absatz von Pkw an Autohändler im September 2018 im Jahresvergleich um 12 Prozent. Nach neun Monaten steht damit nur noch ein kleines Plus von 0,6 Prozent zu Buche. Bild: CAAM

Chinas Regierung will Insidern zufolge der schwächelnden Nachfrage auf dem Automarkt mit Steuersenkungen entgegenwirken. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag (29. Oktober 2018) unter Berufung auf informierte Personen berichtet, will die Reform- und Entwicklungskommission (NDRC) die Steuer, die beim Autokauf anfällt, von 10 auf 5 % halbieren. Die Steuerkürzung gelte für Kleinwagen mit bis zu 1,6 l Hubraum, die den Großteil der Autokäufe ausmachen.

An der Börse zogen die zuletzt von Gewinnwarnungen in der Branche gebeutelten Autowerte infolge der Nachricht spürbar an. Papiere von VW gewannen im Dax mehr als 5 %, gefolgt von Daimler und Continental. Im MDax ging es für die Aktien von Hella nach oben, mit über 8 % Plus zogen Schaeffler besonders deutlich an.

In China geht der Absatz für Autos seit mehreren Monaten zurück. Angesichts des Handelsstreits mit den USA halten sich Käufer mit Neuanschaffungen zurück. Aber auch das kräftige Wachstum der Wirtschaft hat sich verlangsamt. Das trifft die Hersteller empfindlich. VW-China-Chef Jochem Heizmann hatte erst vergangenen Woche vorsichtige Töne im Bezug auf die Auslieferungen in dem für den Konzern wichtigsten Markt angeschlagen.

Nach Zahlen des Herstellerverbands CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) sank der Absatz von Pkw an Autohändler im September im Jahresvergleich um 12 %. Nach neun Monaten steht damit nur noch ein kleines Plus von 0,6 % zu Buche. Das vierte Quartal wird nach Einschätzung des Verbandes herausfordernd bleiben.