Matthias Wissmann

Matthias Wissmann, Präsident des VDA. - Bild: VDA

Im vergangenen Monat verkauften die Händler zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen mit 224.500 Neuwagen 15 Prozent mehr Autos als im schwachen Vorjahresmonat, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag auf dem Automobilsalon in Genf mitteilte.

Im Februar vergangenen Jahres waren die Verkäufe nach dem Auslaufen der Abwrackprämie um fast 30 Prozent eingebrochen. Noch bis September vergangenen Jahres hätten sich die deutschen Kunden mit dem Autokauf zurückgehalten, erklärte der Präsident des Verbandes, Matthias Wissmann. Seither gehe es wieder aufwärts. Seit Jahresbeginn hätten die heimischen Kunden ein Drittel mehr Autos geordert als im Vorjahreszeitraum.

Für das laufende Jahr rechnet der VDA, dem die deutschen Autokonzerne und Zulieferer angehören, mit mehr als 3,1 Millionen verkauften Neuwagen. Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), in dem die Importeure zusammengeschlossen sind, kalkuliert auf Europas größtem Automarkt mit rund 3,1 Millionen verkauften Neuwagen. Das seien mehr als im Vorkrisenjahr 2008, als 3,09 Millionen Autos neu angemeldet wurden. VDIK-Verbandspräsident Volker Lange erwartet sogar, dass diese Marke überschritten werden könnte, sollte die wirtschaftliche Erholung anhalten.

Der VDA erwartet zudem, dass die heimischen Autobauer in diesem Jahr mit 4,45 Millionen fünf Prozent mehr Neuwagen exportieren, sagte Wissmann. Die lebhafte Nachfrage aus dem In- und Ausland sorge dafür, dass die Kapazitäten in den Werken derzeit zu mehr als 87 Prozent ausgelastet seien.

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