Neuwagen ZDK

Mit 261.316 neu zugelassenen Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Mai 9,9 Prozent weniger Neufahrzeuge zugelassen als im Vergleichsmonat des vergangenen Jahres. - Bild: ZDK

Laut Daten des Kraftfahrtbundesamtes wurden im Vormonat zwischen Flensburg und Garmisch-Patenkirchen nur noch 261.316 neue Wagen verkauft – ein Minus von 9,9 Prozent.

Der Vorjahresvergleich ist allerdings etwas durch die geringere Zahl der Arbeitstage verzerrt. Für die ersten fünf Monate des Jahres steht trotzdem ein Rückgang um 8,8 Prozent zu Buche. Vor allem die gewerblichen Zulassungen gaben zuletzt deutlich nach.

Deutschen Marken fast ausnahmslos mit prozentual zweistelligen Minuszeichen

Die heftigsten Rückgänge musste die italienische Marke Alfa Romeo hinnehmen, deren deutschlandweite Verkäufe um fast zwei Drittel einbrachen. Außer bei Jaguar, Mazda, Land Rover, Seat, Dacia und Porsche gaben die Absätze sämtlicher Marken nach. Auch die deutschen Marken verbuchten fast ausnahmslos prozentual zweistellige Minuszeichen.

Der deutsche Verband der Automobilindustrie hatte angesichts des schwachen Jahresstarts erst vergangenen Monat die Prognose für 2013 gekappt. Der VDA rechnet zwar mit einer Besserung der Lage im zweiten Halbjahr, aber trotzdem nur noch mit einem Absatz zwischen 2,9 und drei Millionen Pkw. Bislang hatte der Lobbyverband mindestens gut drei Millionen Verkäufe erwartet und sogar das Vorjahresniveau von 3,1 Millionen für erreichbar gehalten.

Der deutsche Automobilmarkt ist der größte Europas. Experten rechnen damit, dass die weltweit drittgrößte Vertriebsregion wegen der Schuldenkrise auf dem alten Kontinent dieses Jahr zum sechsten Mal hintereinander schrumpfen wird. Das würde das niedrigste Niveau seit Anfang der 1990er Jahre bedeuten.

Auch Exporte rückläufig

Die Exporte sanken im Mai um fünf Prozent auf 319.000 Einheiten. Vor allem in Westeuropa sahen sich die deutschen Hersteller einem nach wie vor schwachen Absatzmarkt gegenüber. In den ersten fünf Monaten 2013 erreichte der Export ein Volumen von 1,73 Millionen Einheiten (- vier Prozent). Außerhalb Europas bleibt die Nachfrage nach deutschen Autos jedoch weiterhin hoch: Der Auftragseingang aus dem Ausland stieg im Mai um acht Prozent. Auf dem wichtigen US-Markt konnten die deutschen Konzernmarken ihre Verkäufe im Mai um rund sieben Prozent auf knapp 114.000 Light Vehicles steigern.

Die Pkw-Produktion am Standort Deutschland wurde im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um vier Prozent auf 428.900 Pkw zurückgenommen. Seit Jahresbeginn wurden in den deutschen Werken rund 2,3 Millionen Pkw produziert (- fünf Prozent).

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Dow Jones Newswires/VDA/Guido Kruschke