Metalbieger in einem Industrieunternehmen

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie verbessert sich aktuell etwas, liegt aber dennoch deutlich unter dem Niveau vor der Krise.

| von Werner Beutnagel

Im Jahresvergleich gingen die Bestellungen dagegen immer noch drastisch um 29,3 Prozent zurück. Trotz der Erholung wurden die Markterwartungen enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt für Mai einen höheren Anstieg im Monatsvergleich und einen geringeren Rückgang im Jahresvergleich erwartet.

Wie stark die Industrie durch die Krise belastet worden ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau. Gegenüber Februar liegt der Auftragseingang immer noch gut 30 Prozent niedriger, wie die Statistiker mitteilten. In der Autoindustrie sind es sogar 47 Prozent. Im Februar waren die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch nicht in Kraft gewesen.

Aus dem Inland erhielt die Industrie im Mai 12,3 Prozent mehr Aufträge als im April, aus dem Ausland kamen 8,8 Prozent mehr Bestellungen. Bestellungen aus der Eurozone erhöhten sich mit knapp 21 Prozent wesentlich stärker als von außerhalb der Eurozone. Dort waren sie in den beiden Monaten zuvor aber auch etwas weniger stark eingebrochen. Nach Güterart erhöhten sich besonders deutlich die Bestellungen von Investitionsgütern wie Maschinen.

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