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Während die Premiumhersteller aus anderen Regionen verloren haben, konnten die deutschen Premiumhersteller in den USA in den vergangenen zehn Jahren ihre Marktanteile deutlich ausbauen. Audi war in dieser Hinsicht besonders erfolgreich. Bilder: Daimler, Audi, BMW, Montage: AUTOMOBIL PRODUKTION

Deutsche Autobauer im Premiumsegment konnten in den USA ihren Marktanteil von 33 Prozent oder 651.000 Verkäufen im Jahr 2005 auf 49% oder 970.000 Einheiten im vergangenen Jahr steigern, so der Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen.

Wie die Analyse weiter zeigt, waren die deutschen Premiumhersteller mit ihren internationalen Töchtern wie Bentley, Mini, Rolls-Royce und Smart die absolut erfolgreichste Premiumgruppe im US-Automarkt. Sieht man von neuen Marken wie Mini und Smart ab, die im Jahr 2005 noch nicht im US-Markt waren, ist Rolls-Royce mit einer Steigerung von 136 Prozent die wachstumsstärkste Marke der deutschen Autobauer in USA, während Bentley sogar Verkäufe einbüßte.

BMW unter den vier großen mit schwächstem Wachstum

BMW hatte dabei mit nur 11 Prozent Zuwachs im Zeitraum 2005 bis 2014 die kleinste Wachstumsrate aller deutschen Premiumhersteller im US-Markt. “BMW muss also schneller in USA wachsen, um seine Weltmarktführerschaft im Premiummarkt nicht zu verlieren”, stellt die Analyse fest. Den größten Sprung ? allerdings auch das größte Aufholpotential, so Dudenhöffer – hatte Audi. Mercedes und Porsche wuchsen gleichstark. Bei Mercedes wurden die Sprinter-Verkäufe nicht gewertet, da dies keine Premiumfahrzeuge im eigentlichen Sinne sind. Selbst ohne Berücksichtigung der Sprinter ist Mercedes seinem Wettbewerber BMW in USA aber sehr nahe gekommen.

Beim Blick auf das Teilsegment der Oberklasse-Limousinen macht die Analyse eine führende Stellung von Mercedes aus. Insgesamt 25.276 S-Klasse-Fahrzeuge konnte Mercedes im Jahr 2014 in den USA verkaufen, während der BMW 7e-er mit 9.744 Fahrzeugen, der Audi A8 mit 5.904 und der Porsche Panamera mit 5.740 deutlich abgeschlagen seien.

Japaner enttäuschen im US-Premiummarkt

Als Enttäuschung wertet Dudenhöffer das Engagement der Japaner im USA-Premiummarkt der letzten zehn Jahre. Acura, die Premiummarke von Honda und Infiniti, die Premiummarkt von Nissan, mussten beide Verluste hinnehmen und das Wachstum von Lexus war mit 3 Prozent über zehn Jahre in den USA sehr bescheiden.

US-Amerikaner und Rest-Europäer versagten im US-Premiummarkt

Einen Rückgang verzeichneten auch die US-Amerikaner und zwar von 30 Prozent in den letzten 10 Jahren. Die Marken Hummer und Oldsmobile verschwanden vom Markt, Cadillac und Lincoln haben deutlich verloren. Künftig interessant sei dabei Tesla, die neue US-Premiummarke

Für die Europäer ohne die Deutschen sieht es im US-Premiummarkt laut der CAR-Analyse ebenfalls wenig erfreulich aus. Zwar haben Aston Martin, Ferrari, Maserati deutlich gewonnen, aber das Verschwinden von Saab und die schlechte Langfristergebnisse von Volvo und Jaguar-Landrover drücken die Europäer ohne die Deutschen im Zehn-Jahres-Vergleich mit 43 Prozent ins Minus.

  2005 2014 Diff.
Audi 83.066 182.011 119%
BMW 307.402 339.738 11%
Porsche 31.933 47.007 47%
Mercedes(ohneSprinter) 224.269 330.391 47%
Mini 0 56.112 ?
Rolls-Royce 382 900 136%
Smart 0 10.453 ?
Bentley 3654 3003 -18%
Lamborghini 671 708 6%
Deutsche Premium 651.377 970.323 49%
Acura 209.610 167.843 -20%
Infiniti 136.401 117.330 -14%
Lexus 302.895 311.389 3%
Japan Premium 648.906 596.562 -8%
Cadillac 235.002 170.750 -27%
Hummer 56.727 0 -100%
Lincoln 123.207 94.474 -23%
Oldsmobile 1866 0 -100%
Tesla 0 26.400 ?
US Premium 416.802 291.624 -30%
Aston Martin 492 1224 149%
Ferrari 1420 2100 48%
Jaguar Landrover 76.599 67.238 -12%
Lotus 2417 172 -93%
Maserati 2018 12.943 541%
Saab 38.343 0 -100%
Volvo 123.587 56.366 -54%
Europa Premium (ohne Deutsche) 244.876 140.043 -43%
Total US-Premium-Markt
  1. 961.961
  2. 998.552
2%
Marktanteil Deutsche Premium 33% 49%  

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CAR/ks