Offene Aktionen sind alle direkt von den Autobauern offiziell beworbenen Rabatte wie Sondermodelle,

Offene Aktionen sind alle direkt von den Autobauern offiziell beworbenen Rabatte wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Barrabatte, Eintauschprämien usw., die bundesweit angeboten werden. Bei den offenen Aktionen sind die vom einzelnen Händler dem Kunden zusätzlich eingeräumten Rabatte, etwa in Form eines Barnachlaß oder einer Tageszulassung, noch nicht enthalten. Die Importeure sind bei den offenen Aktionen besonders aktiv. So bietet Fiat seinen Panda mit eigener Abwrackprämie (Stilllegung des Altfahrzeugs) von 3.700 Euro oder 38,2 Prozent Rabatt an. Sehr preisaggressiv geht auch Nissan mit seinem mit seinem Barrabatt von 4.100 Euro oder 32,1 Prozent Nachlass auf den Nissan Micra an.

Die bessere Konjunktur hilft dem deutschen Automarkt wenig. Nach wie vor gestaltet sich der Neuwagenverkauf in Deutschland schwer. Die Rabatte im deutschen Automarkt sind im Juni 2010 erneut gestiegen. Dies zeigt die Juni-Analyse der Incentives und Rabatte des CAR – Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. In allen vier Kategorien, die das CAR zur Messung des Preisdrucks im deutschen Automarkt zugrunde legte, haben sich im Juni Verschlechterungen ergeben, konstatiert Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer,Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen.

So ist die Zahl der offenen Aktionen der Hersteller von 322 auf 347 im Juni gestiegen, erklärte Karsten Neuberger. Laut dem Leiter Preisstudien am CAR ist die Zahl der Aktionen mit hohen Rabatten (über 15 Prozent Preisnachlass) von 80 auf 87 gestiegen. Die bei Internet-Vermittlern eingeräumten Rabatte sind im Durchschnitt von 15,2 auf 15,4 Prozent gestiegen. Als viertes sind die taktischen Zulassungen (Tages- und Dienstwagen-Zulassungen) auf 26,1 Prozent aller Neuwagenzulassungen gewachsen.

Deutsche Autobauer sind laut Studie bei den Rabatten bei offenen Aktionen zurückhaltender als die Importeure. Dort wird mit Rabatten bis zu 38,2 Prozent für den Fiat Panda geworben, gefolgt von 32,2 Prozent Rabatt auf den Nissan Micra. Bei den Internet-Vermittlern ist unter den deutschen Premiumherstellern Audi mit dem höchsten Preisnachlass von knapp 17 Prozent für den angegrauten Audi A4 im Markt. Der Audi A4 wird damit auch zu höheren Nachlässen als der VW Passat bei Internet-Vermittlern angeboten.

Erstmals weist das CAR auch einen CAR-Rabatt-Index aus, der die verschiedenen Entwicklungen zusammenfasst. Der Rabatt-Index zeigt seit April steigende Preisnachlässe im deutschen Automarkt.

Offenen Aktionen auf 347 gestiegen – Zweithöchste Zahl

Im Juni ist die Zahl der am CAR recherchierten und ausgewerteten offenen Nachlaß-Aktionen auf 347 Aktionen angestiegen. Damit liegen mehr offene Rabattaktionen als im Vormonat und im Vorjahr vor. Nur im Juli 2009 waren mit 348 offenen Aktionen vom CAR noch mehr erfasst worden. Im Juni 2010 liegt damit die zweithöchste Zahl an offenen Aktionen seit Beginn der CAR-Zählung vor. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass im deutschen Automarkt im Jahr nach der Abwrackprämie die Käufer fehlen, wie Dudenhöffer meint. Dieser Trend sei gegenläufig zu anderen Branchen, in denen die verbesserte Konjunktur zu besseren Verkäufen führe.

Zahl offener Verkaufsaktionen

Offene Aktionen sind alle direkt von den Autobauern offiziell beworbenen Rabatte wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Barrabatte, Eintauschprämien usw., die bundesweit angeboten werden. Bei den offenen Aktionen sind die vom einzelnen Händler dem Kunden zusätzlich eingeräumten Rabatte, etwa in Form eines Barnachlaß oder einer Tageszulassung, noch nicht enthalten. Die Importeure sind bei den offenen Aktionen besonders aktiv. So bietet Fiat seinen Panda mit eigener Abwrackprämie (Stilllegung des Altfahrzeugs) von 3.700 Euro oder 38,2 Prozent Rabatt an. Sehr preisaggressiv geht auch Nissan mit seinem mit seinem Barrabatt von 4.100 Euro oder 32,1 Prozent Nachlass auf den Nissan Micra an.

Bei den offenen Verkaufsförderungsaktionen sind insbesondere die Aktionen mit Preisvorteilen über 15 Prozent im Monat Juni um sieben Aktionen auf  87 Aktionen gestiegen. Hinzu gekommen sind hier neue Aktionen von Ford, Mercedes, Alfa, Hyundai, Jeep, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Renault, Skoda. Link: Wichtige offene Aktionen im Überblick (nach Rabatthöhe in %).

Hohe Kundenvorteile werden weiterhin von den Importeuren eingeräumt. Fiat ist Spitzenreiter mit seinem „Ecoplus-Bonus“ für den Fiat Panda. Bei Abgabe eines Altfahrzeugs zur endgültigen Stilllegung erhält der Kunde einen Preisnachlass in Höhe von 3.700,- Euro oder 38 Prozent. Preis-Aggressiv neben Nissan und Chevrolet ist auch Hyundai. Mit der neuen Aktion „Fifa-WM-Finanzierung“ wird der relativ neue Hyundai i20 mit 26,3 Prozent Preisvorteil bei Finanzierung angeboten.

Deutsche Autobauer halten sich bei Rabatten bei offenen Aktionen eher zurück. Allerdings geben deutsche Autobauer eher direkte Prämien an Händler, die dann zu höheren Rabatten bei Kunden genutzt werden können. Dies zeigen die bei Internet-Vermittlern erzielbaren Rabatte.

Internet-Vermittler: Audi, Ford, Opel mit hohen Rabatten
So wird der Audi A4 mit durchschnittlich 16,9 Prozent Nachlass bei den Internetvermittlern angeboten (vgl. auch Tabelle im Anhang). Dabei handelt es sich um individuell spezi-fizierbare Neuwagen ohne Tageszulassung. Ähnliches gilt für den Audi A3, der bei Internet-Vermittlern im Durchschnitt mit 15,7% Rabatt im Angebot ist. BMW ist hier mit seiner BMW 1er Reihe mit 13,5% und BMW 3er Reihe mit 14,7% Preisnachlass zurückhaltender und Mercedes sind bei Internet-Vermittler „nur“ mit 10% Rabatt im Angebot. Audi gibt damit die höchsten Rabatte bei Internet-Vermittlern unter den deutschen Premiumanbietern. Die Audi-Rabatte sind sogar höher als die Preisnach-lässe bei VW und Skoda. Dies ist ein Zeichen dafür, daß Audi mit Prämien „Markt“ macht.

Die deutschen Volumenherstellern Ford und Opel sind bei Internet-Vermittlern mit Durchschnittsrabatten um die 20 Prozent im Angebot. Die Durchschnittsrabatte der Inter-net-Vermittler nach Modellreihen sind im Anhang aufgeführt.

Eigenzulassungen gestiegen
Einen weiteren wichtigen Indikator zur Einschätzung des Rabattgefüges bilden die taktischen Zulassungen. Taktische Zulassungen sind auf Hersteller- und Händler getätigte Neuwagenzulassungen, die nach kurzer Zeit als Tageszulassungen oder jun-ge Dienstwagen mit hohen Preisnachlässen in den Markt kommen. Dabei werden jeweils die taktischen Zulassungen des Vormonats – die dann im jeweiligen Monat als Tageszulassungen und Vorführwagen angeboten werden können – als Indikator genutzt.

Taktische Zulassungen Hersteller und Händler (Eigenzulassungen)

Im Mai 2010 wurden mit 65.270 taktischen Zulassungen zwar mehr taktische Zulassungen als im Abwrackprämienjahr 2009 gezählt, aber doch deutlich weniger als im Vergleichsjahr 2008. Der Vergleich mit dem Abwrackprämienjahr zeigt, daß sich langsam der Bestand an Tageszulassungen auf den Händlerhöfen wieder erhöht. Auch dies ist ein Zeichen für gestiegenen Preisdruck gegenüber dem Jahr 2009.

Bei den taktischen Zulassungen sind deutlich die Importeure am „drücken“. An der Spitze steht im Monat Mai Subaru mit 59 Prozent aller Neuwagenzulassungen als taktische Zulassungen. Nach Subaru folgt Chevrolet mit 49 Prozent Anteil taktischer Zulassungen und Jaguar mit 47 Prozent. Jaguar ist darüber hinaus bei den offenen Aktionen mit einem Leasingangebot für den XF im Angebot, in welchen ein Preisnachlass von 22,2 Prozent eingerechnet ist. Auffällig im Mai ist auch eine gestiegene Zahl von 13.326 taktischen Zulassungen bei VW. Dies entspricht einem Anteil für VW hohen Anteil von 25 Prozent aller Zulassungen als taktische Zulassungen. Damit werden in den Folgemonaten auch in VW-Autohäusern die Angebote von Tageszulassungen und jungen Dienstwagen steigen.

Die Spuren der Abwrackprämie sind deutlich noch im Automarkt spürbar und werden auch im Monat Juni zu schlechten Zulassungsergebnissen führen. Besonderen Preisdruck bauen dabei die Importeure auf. Sowohl bei den offenen Aktionen als auch bei den taktischen Zulassungen und den Internet-Rabatten sind die Importeure am preisaggressivsten im Markt tätig.

Fazit: Rabattdruck bleibt hoch – deutscher Automarkt im Abwrackloch
Der Preisdruck und das Rabattniveau sind im Monat Juni ist im deutschen Automarkt erneut gestiegen. Alle vier Indikatoren für das Rabattniveau weisen Steigerungen auf. Das hohe Rabattniveau im deutschen Automarkt zeigt die Schwäche des Marktes. Nach CAR-Prognose werden die Neuwagenverkäufe im Juni in Deutschland auf die Zahl von 285.000 Verkäufen fallen. Das sind 142.000 Verkäufe oder 33 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zu Jahr 2008 beträgt der Rückgang 19.000 Neuwagenzulassungen oder ein Minus von sechs Prozent. Auch in den Folgemonaten muß im deutschen Automarkt mit hohem Preisdruck gerechnet werden. Die Zeiten für Schnäppchen-Jäger bleiben sehr gut.