Übergabe des 200.000er Mini in einem Autohaus in Aachen. - Bild: BMW

Übergabe des 200.000er Mini in einem Autohaus in Aachen im Jahr 2009. - Bild: BMW

Im ereignisreichen Autojahr 2009 wurden aufgrund staatlicher Unterstützung via Abwrackprämien rund 3,81 Millionen Pkw für den Straßenverkehr neu zugelassen, 23,2 Prozent oder 717.000 Pkw mehr als 2008.

Mit den aktuellen Januar-Zahlen haben die deutschen Neuzulassungszahlen das schwächste Ergebnis seit der Wiedervereinigung erreicht.  Angesichts der Wirtschaftskrise und vor dem Start der Abwrackprämie waren die Neuzulassungen bereits ein Jahr zuvor, im Januar 2009, um rund 14,2 Prozent auf 189.385 Pkw-Fahrzeuge eingebrochen.

Seit Oktober 2009 sind, mit dem Ausklingen der Umweltprämie, die Neuzulassungen laut KBA-Angaben rückläufig; zum Dezember sind es -15,9 Prozent.

Der Anteil der privaten Zulassungen ging im Januar weiter auf 42,2 Prozent zurück. Dies machte sich beim Mini-Segment besonders bemerkbar. Nach dem kräftigen Anstieg im vergangenen Jahr waren die Kleinstwagen nun erstmals wieder rückläufig (-7,6 Prozent). Auch in der Mittel- und oberen Mittelklasse gab es deutlich weniger Neuzulassungen als vor einem Jahr. Die Kleinwagen- und Kompaktklasse wie auch die Mini-Vans lagen im Plus. Die meisten Hersteller hatten keinen guten Start ins neue Jahr.

Umso auffälliger waren die deutlichen Zugewinne einiger weniger Marken. Unter den deutschen Anbietern konnte sich VW mit +10,9 Prozent weiter absetzen. Bei den ausländischen Marken konnten Renault/Dacia (+39,0 Prozent) und Skoda (+43,8 Prozent) ihre Vorrangstellung behaupten. Der beste Start gelang Nissan mit +206 Prozent.

Branchen-Experten erwarten zwar 2010 ein Wiedererstarken des Flottengeschäfts, zu deren Nutznießern wohl die Premiumhersteller BMW, Mercedes und Audi gehören dürften. Allerdings wird für das Gesamtjahr 2010 in Deutschland nur mit Pkw-Neuzulassungen in Höhe von rund 2,7 bis 2,9 Millionen Einheiten gerechnet, also rund eine Million weniger als 2009.

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kba-januar-2010-550pQuelle: KBA