Deutschland: Autoverkäufe im August minus 27 Prozent 1

In Deutschland ist es nach dem Wegfall der Abwrackprämie in den Autohäusern im August ruhig geworden. Im vergangenen Monat verkauften die Händler zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen mit 200.885 Neuwagen 27 Prozent weniger als im starken Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte

Die Statistik zeichnet die Lage jedoch schlechter als sie ist: Im August vergangenen Jahres hatte die staatliche Verschrottungsprämie die Autoverkäufe um 28 Prozent steigen lassen. Verglichen mit dem August 2008 sanken die Neuzulassungen laut KBA nur um 6,3 Prozent.

Profitieren konnten im August neben Porsche auch Audi und Mitsubishi, Land Rover, Jaguar und Subaru. Deutliche Einbußen mussten Opel, Ford, Volkswagen, BMW, Citroen, Fiat, Toyota, Peugeot oder Suzuki hinnehmen.

Im bisherigen Jahresverlauf zählten die Zulassungsstellen gut 1,9 Millionen neu angemeldete Pkw und damit ein Minus von fast 29 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu 2008 wurden im gleichen Zeitraum demnach rund ein Zehntel weniger Autos angemeldet.

Bereits zum Jahresende 2009 hatte sich das Auslaufen der Verschrottungsprämie bemerkbar gemacht. Der VDIK, der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller, rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Zahl der Neuzulassungen auf maximal 2,9 Millionen nach 3,8 Millionen im Vorjahr. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), in dem die heimischen Hersteller und Zulieferer organisiert sind, rechnet mit 2,8 bis 2,9 Millionen  Neuzulassungen.

Da vom Heimatmarkt in diesem Jahr wenig Impulse ausgehen dürften, setzt die Branche vor allem auf den Export, etwa nach China und in die USA. Allein im August führten Audi, BMW, Mercedes-Benz, VW und Co. zwölf Prozent mehr Autos aus, wie der VDA in Berlin erklärte. Allerdings verlangsamte sich das Tempo. Derzeit gehen drei von vier in Deutschland produzierte Neuwagen an Kunden im Ausland.