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Etwa einen Monat ist es her: Die Machenschaften um manipulierte Abgaswerte bei VW werden aufgedeckt – der Abgas-Skandal nimmt an Fahrt auf. VW stoppt den Verkauf von manipulierten Dieselautos in den USA. Daraufhin fällt der Aktienkurs drastisch. Innerhalb von zwei Tagen sind es über 20 Prozent. Die Anleger schockiert, das Vertrauen in die Marke VW angekratzt und die Betroffenen verunsichert.


Dass das Thema zum Dauerbrenner in den Medien avancierte, verwundert kaum: VW beschäftigt weltweit 593.000 Mitarbeiter und produziert in über 100 Fabriken. Zum Unternehmen gehören 12 Marken: VW, Audi, Seat, Škoda, Bentley, Porsche, Bugatti, Lamborghini, Ducati, MAN, Scania und VW Nutzfahrzeuge. Alle stehen unter dem Schirm der starken Zentrale in Wolfsburg. Wenn VW Probleme hat, löst das einen Dominoeffekt aus, der sich durch ganz Deutschland zieht. Betroffen sind nicht nur die Mitarbeiter und Zulieferer, sondern auch Werbeagenturen, Produktionsstätten, der VFL Wolfsburg und alle Marken des Konzerns.

Möglicherweise hätten relativ geringe Kosten für einen größeren Stickstoffoxid-Filter ausgericht, den Skandal zu verhindern und die Manipulations-Software überflüssig zu machen. Stattdessen muss VW nun voraussichtlich mehr als 10.000 verschiedene Lösungen erarbeiten, um die Fahrzeuge nachzubessern. Die hohe Zahl ergibt sich aus den diversen Motor-Varianten und den verschiedenen Marken, in die sie eingebaut wurden. Gleichzeitig denkt VW aber auch über Eintauschprämien nach. In diesem Fall würde sich der Restwert des manipulierten Autos künstlich erhöhen und Rabatte auf Neuwagen angeboten werden. Für VW könnte das eine Möglichkeit zur Absatzförderung darstellen und gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad die Reparaturkosten senken.

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ks