VW-Chef Martin Winterkorn fährt einen rigorosen Expansionskurs. (Bild: VW)

VW-Chef Martin Winterkorn fährt einen rigorosen Expansionskurs. (Bild: VW)

VW will bis 2018 die Nummer eins der Automobil-Hersteller werden. Konsequenz dieses Expansionskurs’ ist ein Jobwunder made in Wolfsburg. VW-Chef Winterkorn hat noch weiteren Grund zu Freunde.

Die Zeichen stehen auf Wachstum: Europas größter Autohersteller Volkswagen (VW) will in den kommenden sechs bis acht Jahren weltweit 50.000 neue Stellen schaffen. In Deutschland soll die Zahl der Arbeitsplätze mittelfristig um 5000 bis 6000 steigen, sagte VW-Chef Martin Winterkorn in einem Interview mit dem ZDF.

“Alle deutschen Standorte des Volkswagen-Konzerns profitieren von diesen 5000 bis 6000 neuen Jobs, die wir schaffen werden.” Besonders gut liefen derzeit alle Fabriken, welche die neuesten VW-Modelle bauen und solche, die vor allem für den Export produzierten. Zuletzt hatte VW weltweit knapp 400.000 Mitarbeiter – davon rund 180.000 in Deutschland.

Erst am Freitag hatte der Wolfsburger Autokonzern bekannt gegeben, dass er 2010 erstmals mehr als sieben Millionen (7,2 Millionen) Fahrzeuge verkauft habe. Der Gewinn sei dabei gegenüber dem Krisenjahr 2009 um das Achtfache auf 7,2 Milliarden (2009: 910 Millionen) Euro gestiegen. VW hat angekündigt, bis 2018 Toyota als weltgrößten Autohersteller der Welt ablösen zu wollen. Derzeit rangiert der deutsche Autokonzern in der Rangfolge der weltgrößten Autohersteller hinter Toyota und General Motors auf Position drei.

Im laufenden Jahr will das Management mehr Autos verkaufen sowie die Erlöse und das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Boom werde auch in diesem Jahr anhalten, sagte Winterkorn.

China werde weiterhin der Wachstumsmarkt für die gesamte Branche bleiben. Auch in Brasilien, den USA, Osteuropa und Russland würden die Verkaufszahlen weiter steigen.