Ein Mitarbeiter in der Produktion trägt ein weinrotes Polohemd.

Der Fachkräftemangel in der Automobilindustrie schwankte im Laufe des letzten Jahres zwischen Mär und Herausforderung. Bild: HERRNDORFF_ images / Adobe Stock

| von Fabian Pertschy

Die Coronakrise konnte die Nachfrage nach Fachkräften in der Automobilindustrie nur vorübergehend dämpfen. Unter den deutschen Hersteller sticht mit 1.000 ausgeschriebenen Stellen vor allem BMW hervor. Bei Daimler sind es mit rund 500 sowie Volkswagen mit 300 Jobs deutlich weniger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Studierendenvermarkters Charly Media. Allerdings richten sich 59 Prozent dieser Ausschreibungen an potenzielle Praktikanten und nur 15 Prozent an feste Arbeitskräfte beziehungsweise zwölf Prozent an Auszubildende.

Die meisten Arbeitnehmer suchen die OEMs der Analyse zufolge im Bereich Forschung und Entwicklung (21 Prozent). Die Produktion hat mit knapp 17 Prozent ebenfalls einen großen Anteil an den Stellenangeboten, während jede zehnte Stelle im Logistikbereich ausgeschrieben ist. Die Trendthemen Digitalisierung (drei Prozent) und Elektromobilität (zwei Prozent) weisen überraschenderweise eine geringe Nachfrage auf, so die Studierendenvermarkter. Während sich bei BMW immerhin vier Prozent der Stellenangebote auf die E-Mobilität beziehen, sind es bei VW nur 0,4 Prozent.

„Der Kampf um die besten Talente läuft bei den Autobauern seit jeher”, kommentiert Cecil von Croÿ, CEO und Mitgründer von Charly Media. Dennoch unterscheiden sich die besonders gefragten Arbeitsbereiche je nach OEM: Während Audi und Mercedes-Benz (beide 32 Prozent) und VW (22 Prozent) vorrangig im Bereich Forschung und Entwicklung nach Arbeitskräften suchen, schaut sich BMW in der Produktion nach personeller Unterstützung (19 Prozent) und Mitarbeitern in Qualitätssicherung und -management (elf Prozent) um. Den Fachkräftemangel in der IT spiegelt Volkswagen (21 Prozent) am besten wider.

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