Audi_Bram_Schot_Quartalszahlen

Audi-Interimschef Bram Schot: nach einem ganz schwierigen dritten Quartal, setzt der Manager auf eine Beruhigung der Situation im Schlussquartal 2018. Bild: Audi

| von Frank Volk

Verschärft wurde die Lage bei der VW-Premiumtochter durch hohe Kosten für neue Modelle, den Umbau der Werke für Elektroautos und stark gesunkene Verkaufszahlen wegen der Verzögerungen bei der Zulassung von Fahrzeugen nach dem neuen Verbrauchs-Messstandard WLTP. Audi ist seit vielen Jahren der stärkste Gewinnbringer im VW-Konzern.

«Die aktuelle Situation ist eine enorme Herausforderung für Audi», sagte der kommissarische Vorstandschef Bram Schot. Mit weiteren Zulassungen von im WLTP-Stau steckenden Modellen rechne er jedoch mit rückläufigen Schwankungen ab November.

Die Verkaufszahlen sanken im dritten Quartal um drei Prozent auf 458 000 Autos, der Umsatz fiel von 14 Milliarden auf 13,1 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn von 1,26 Milliarden auf 110 Millionen Euro. Allerdings rechnet Audi sein Ergebnis aus dem China-Geschäft in einer Größenordnung von etwa 200 Millionen Euro nicht wie Mercedes zum Betriebsgewinn, sondern zum Finanzergebnis - das erschwert direkte Vergleiche.

Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand Verkäufe fast auf Vorjahresniveau und einen etwas höheren Umsatz, aber einen Betriebsgewinn «deutlich unter Vorjahr». Audi hat den großen SUV Q8 und den A6 auf den Markt gebracht, Q3 und A1 folgen bis Jahresende.