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Über 9.000 Dieselmodelle weniger als noch 2014 wurden is diesem Jahr in den USA registriert. Mercedes-Benz Cars untersucht nun die Nachfrage und überlegt, Dieselantriebe gänzlich vom US-Markt zu nehmen. Bild: Mercedes-Benz

Der Umsatz ging rapide nach unten: Von Januar bis September 2014 verzeichnete IHS Automotive noch 11.890 in den USA neu-registrierte Pkw und SUVs von Mercedes Benz Cars mit Dieselabtrieb. Heuer wurden nur noch 2.593 Pkw und SUVs der Daimler-Tochter in den USA registriert.

Um zu evaluieren, in wie weit es sich lohnt, Dieselautos in den Vereinigten Staaten von Amerika anzubieten, hat Mercedes-Benz laut Automotive News jetzt mit einer Konsumentenumfrage begonnen. Dem Bericht nach arbeitet Mercedes weiterhin an der Zertifizierung des Modells GLS 350d und dem C-Klasse-Modell C300d sowie der Dieselvarianten GLC und GLE durch die US-Umweltbehörde EPA.

Gegenüber Automotive News sagt Matthias Lührs, Vice-President bei Mercedes-Benz-Car, er sei zuversichtlich, dass Mercedes in den meisten Angelegenheiten die notwendigen Genehmigungen erhalten wird. Ob es noch Sinn macht, Dieselmodelle in den USA anzubieten, müsse die Marke noch abwägen. Man wäre jetzt noch zu keinem Ergebnis gekommen, würde allerdings immer dazu neigen, neue Modelle zu entwickeln und Autos anzubieten, die der Nachfrage der Konsumenten nachkämen. Die Nachfrage an Dieselmodellen würde jedoch sinken und daher sei es eine theoretische Option, die Modelle vom US-Markt zu nehmen. Die Ergebnisse der Umfrage will Mercedes Anfang 2017 bekannt geben.

Während die Daimler-Tochter die Zukunft von Dieselmotoren in der Pkw-Baureihe untersucht, haben Mazda und Chevrolet in den USA für 2017 weitere Diesel-Powertrain-Produkte angekündigt.