VW-Chef Herbert Diess

VW-Chef Herbert Diess möchte die Kommunikation mit der Arbeitnehmerseite in Zukunft verbessern. Bild: Volkswagen

| von Werner Beutnagel

Volkswagen habe viel für die Arbeitnehmer erreicht im Umbruch der Branche, alle Standorte hätten zukunftsfähige Produkte. "Aber da bleibt natürlich auch eine gewisse Angst, auch Unsicherheit bei vielen in der Belegschaft", sagte Diess. "Also ich verstehe das schon, dass wir eine große Unruhe und auch natürlich Fragen und zum Teil Ängste im System haben. Da müssen wir mehr in den Dialog gehen."

Die Arbeitnehmerseite hatte in den vergangenen Monaten Diess für Probleme beim neuen Golf 8 verantwortlich gemacht. Die Vertrauensleute der Gewerkschaft IG Metall zürnten wegen eines rassistisch empfunden Werbeclips des Unternehmens und der damit verbundenen Außendarstellung. "Wir werden uns mit den Vertrauensleuten treffen, Bernd Osterloh und ich, und diesen Dialog stärker pflegen, stärker kommunizieren", sagte Diess "Wir haben uns ein Programm vorgenommen und ich hoffe, dass das bald wirkt", sagte Diess.

In den vergangenen Tagen hatte ein interner Streit in Wolfsburg dazu geführt, dass Diess sich am Ende sogar beim Aufsichtsrat für Aussagen bei einer Management-Konferenz entschuldigen musste. Zum Eklat kam es, weil Diess im Zusammenhang mit Presseberichten zu sensiblen Interna Mitgliedern des Aufsichtsratspräsidiums Straftaten unterstellt hatte. Ein Konzernsprecher beschwichtigte, Diess habe nicht zum Ausdruck bringen wollen, Aufsichtsratsmitglieder hätten sich strafbar gemacht - doch eine Entschuldigung beim innersten Machtzirkel war dennoch fällig.

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