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“Wir hatten seit dem 18. Dezember Kontakte zu verschiedenen Gruppen, darunter drei aus Schweden”, zitierte die schwedische Zeitung

Für die schwedische GM-Tochter Saab gibt es offenbar doch noch weitere Interessenten, die in letzter Minute Gebote vorlegen könnten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.“Wir hatten seit dem 18. Dezember Kontakte zu verschiedenen Gruppen, darunter drei aus Schweden”, zitierte die schwedische Zeitung Dagens Industri am Donnerstag den schwedischen Industriestaatssekretär, Jöran Hagglund. “Ich denke, dass mindestens zwei von ihnen am Donnerstag GM Gebote vorlegen werden.”

GM-Chef Ed Whitacre sagte dagegen in der Nacht zum Donnerstag, er habe keine Hoffnung mehr auf eine Rettung von Saab. Keiner der potenziellen Bieter habe eine Finanzierung vorgelegt.

Die Gruppen wurden in dem Bericht nicht näher bezeichnet. Die schwedische Luxuswagenschmiede Koenigsegg, die sich vergangenes Jahr zurückgezogen hatte, sei nicht darunter, sagte Hagglund dem Blatt. Problematisch ist demnach, dass keine der Gruppen bislang die Finanzierung sicherstellen konnte.

Der angeschlagene US-Autobauer General Motors (GM) hat eine Frist gesetzt für Kaufgebote für Saab, die um 17 Uhr MEZ am gestrigen Donnerstag abgelaufen ist. Sollte bis dahin kein tragfähiges Angebot vorliegen, will GM Saab abwickeln. Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker Cars hatte am Montag angekündigt, er wolle fristgerecht eine Offerte anbieten.