Ferdinand Dudenhöffer

Bei dem von der Regierung beschlossenen Konjunkturpaket fehle "der große Schub", so Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Bild: CAR

| von Roswitha Maier

"Bei der Elektromobilität sind die 6.000 Euro für die rein batteriegetriebenen Autos ein sehr kräftiger Impuls, schrieb der Branchenexperte und Gründer des Duisburger Auto-Forschungsinstitut CAR zum Paket der Koalitionsspitzen. "Mal sehen, inwieweit die Autobauer ihre heutigen Zuschüsse zu den Elektroautoprämien zurückfahren. Das würde ich nicht ausschließen."

Mit dem staatlichen Rabatt fördere man zudem nur einen kleinen Teilmarkt. «Es fehlt der große Schub für die restlichen 90 Prozent, und genau die 90 Prozent bewegen unsere Wirtschaft und unser Sozialprodukt», schrieb Dudenhöffer.

Der Koalitionssausschuss in Berlin hatte sich am Mittwochabend auf ein insgesamt 130 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket geeinigt, mit dem die Gesamtwirtschaft nach dem Lockdown in der Corona-Krise wieder angeschoben werden soll. Die Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW hatten neben den Autoländern Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern auf Kaufprämien auch für neuere Verbrennerantriebe gepocht. Sie konnten sich damit jedoch nicht durchsetzen.

Hintergrund ist unter anderem, dass das Angebot der deutschen Autobauer bei Elektromodellen noch nicht so groß ist und ausländische Firmen wie der US-Elektropionier Tesla von einer reinen Elektroprämie profitieren könnten.

Die geplante Mehrwertsteuer-Senkung um drei Prozentpunkte von 19 auf 16 Prozent für ein halbes Jahr sei eine gute Sache, die den deutschen Autobauern genauso nütze wie den Importeuren, schrieb Dudenhöffer weiter. "Freilich sind die Ersparnisse überschaubar, es hätte schon kräftiger ausfallen können, um deutliche Kaufimpulse auszulösen." Bei einem Kaufbetrag von brutto 30.000 Euro heute betrage die Ersparnis rund 756 Euro.

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