Ralf Dieter

Ralf Dieter: "Die starke Nachfrage der Automobilindustrie hat die Kapazitäten von Dürr vergangenes Jahr voll ausgelastet." - Bild: Dürr

An diesem Erfolg will Dürr die Aktionäre mit einer fast verdoppelten Dividende teilhaben lassen.

Die starke Nachfrage der Automobilindustrie habe die Kapazitäten von Dürr vergangenes Jahr voll ausgelastet, zeigte sich Vorstandschef Ralf W. Dieter sehr zufrieden. “2013 und darüber hinaus wollen wir an das erreichte Ertragsniveau anknüpfen.”

Lackieranlagenspezialist konnte sich deutlich steigern

Der Jahresumsatz stieg um rund 25 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sogar um 66 Prozent auf 176,9 Millionen Euro. Das abgelaufene Quartal lief sogar noch besser. Dürr steigerte den Umsatz um 4,5 Prozent auf 642,3 Millionen Euro und das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern um 34,9 Prozent auf 58 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich einen Wert von 51 Millionen Euro erwartet.

Die EBIT-Marge lag auf das Jahr gesehen mit 7,4 Prozent über den angepeilten 6,5 bis 7 Prozent. Einzig die Bestellungen blieben wie erwartet mit 2,596 Milliarden Euro leicht hinter dem Rekordwert aus dem Vorjahr von 2,685 Milliarden Euro zurück. 2011 hatten die Branchenkunden nach der Finanzkrise besonders kräftig investiert.

Somit erreichte der Konzern sein im Juni 2012 selbst gestecktes Ziel von 2,5 Milliarden an Auftragseingängen. Das hohe Bestellvolumen habe aus dem Kapazitätsaufbau der Automobilindustrie in den Schwellenländern, insbesondere in China resultiert. Zudem erhielt Dürr zahlreiche Modernisierungsaufträge aus den etablierten Märkten.

Auch auf das laufende Jahr blickt Vorstandschef Dieter zuversichtlich. Ein stabiles Konjunkturumfeld vorausgesetzt, erwartet der Automobilzulieferer leichte Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Das EBIT-Margenziel hat Dürr an das erreichte Niveau aus 2012 angepasst – es soll nun zwischen 7 und 7,5 Prozent liegen. Beim Auftragseingang strebt das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen weiterhin zwischen 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro Euro an.

Als Dividende Dürr will 2,25 Euro pro Aktie zahlen. Im Jahr zuvor waren es noch 1,20 Euro gewesen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke