Ralf Dieter

Ralf Dieter: Dürr hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient und seine Prognosen für das Gesamtjahr spürbar angehoben. - Bild: Dürr

Das Unternehmen schraubt seine Erwartungen für 2011 dank glänzender Geschäfte mit der Autoindustrie weiter nach oben. Der Lackieranlagenspezialist rechnet nach einem guten ersten Halbjahr Angaben vom Mittwoch zufolge nun mit einem Jahresumsatz von 1,75 Milliarden Euro (2010: 1,26 Milliarden Euro). Erst Anfang Juni hatte das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) seine Prognose erhöht und ein Umsatzplus von 30 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Ursprünglich war Dürr-Chef Ralf Dieter davon ausgegangen, dass die Erlöse um 15 Prozent steigen.

Die Autobauer geben dank des wieder brummenden Absatzes nach der Krise wieder verstärkt Geld für den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten und die Modernisierung ihrer Werke aus. Die Orderbücher bei Dürr füllen sich mehr und mehr. Das Unternehmen rechnet für 2011 nun mit einem Plus beim Auftragseingang von rund 20 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Bisher hatte der Konzernchef mit einem Zuwachs von fünf Prozent gerechnet.

Das Unternehmen macht mit rund 80 Prozent des Umsatzes den größten Teil seiner Geschäfte mit der Autoindustrie. Bereits das erste Halbjahr fiel deutlich besser aus als 2010. Die Erlöse legten vorläufigen Zahlen zufolge um 51 Prozent auf 783 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 32 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro). Der Auftragseingang wuchs um 63 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Die endgültigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2011 will das Unternehmen am 4. August 2011 vorlegen.

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dpa-AFX/Guido Kruschke