Dürr Tauchlackierung

Zwischen Januar und Ende März hatten Auftragseingang und -bestand wie erwartet unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Vorjahr habe Dürr überdurchschnittlich viele Aufträge in China verbucht. - Bild: Dürr

Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit neuen Aufträgen aus China. «Unsere Projekt-Pipeline ist gut gefüllt, vor allem in China plant die Automobilindustrie zahlreiche Investitionen», sagte Firmenchef Ralf Dieter am Dienstag in Stuttgart. Weil die Mehrheit der Projekte aber üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte lägen, rechne das Unternehmen mit dem größten Teil des über das Jahr erwarteten Auftragseingangs nach dem zweiten Quartal. Die Aktie legte angesichts dieser Zuversicht im frühen Handel um 1,8 Prozent zu.

Zwischen Januar und Ende März hatten Auftragseingang und -bestand wie erwartet unter dem Vorjahreswert gelegen. Im Vorjahr habe Dürr überdurchschnittlich viele Aufträge in China verbucht, so die Erklärung. Auch der Umsatz lag mit 538,2 Millionen Euro um 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Einige Kunden hätten Projekte verschoben, erklärte ein Sprecher. Dürr sei beispielsweise darauf angewiesen, dass die Hallen, in denen die Lackieranlagen gebaut würden, auch stehen, wenn der Auftrag erfüllt werden solle. Im Laufe des Jahres dürfte der Umsatz aber stetig steigen, erwartet Dieter.

An seiner Prognose von 2,4 Milliarden Euro bis 2,5 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr hält das Unternehmen aber wegen der erwarteten Wende in der zweiten Jahreshälfte fest. Auch das Ziel für einen Auftragseingang von 2,3 Milliarden Euro bis 2,5 Milliarden Euro steht.

Den Vorsatz einer operativen Gewinnmarge zwischen 8 Prozent und 8,5 Prozent hatte Dürr bereits im ersten Quartal erfüllt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 23 Prozent auf 44,2 Millionen Euro – das entsprach einer Marge von 8,2 Prozent. Dank Zuwächsen in der Reinigungstechnik und im Service-Geschäft hatte der Anlagenbauer einen Gewinnsprung verbucht. Nach Steuern stieg das Ergebnis um 28,6 Prozent auf 29,2 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilte.

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dpa/Marina Reindl