Dürr Lackierung, Endkontrolle

Dürr ist eigentlich bekannt für seine Auto-Lackieranlagen. Nun erweitert das Unternehmen mit der Übernahme von Homag sein Portfolio. Bild: Dürr

Auf diese Weise wolle sich der Spezialist für Auto-Lackieranlagen in einem benachbarten Bereich breiter aufstellen, sagte ein Firmensprecher am Dienstag in Bietigheim-Bissingen. Der auf Lackieranlagen spezialisierte Autozulieferer wird deshalb den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot über 26,35 Euro je Anteilsschein machen. Die Gründerfamilie Schuler/Klessmann werde aber weiterhin rund 22 Prozent der Aktien halten, sagte der Sprecher. Ein sogenannter Squeeze-out oder ein Delisting der Homag-Aktie sei nicht geplant. Dürr stemmt den Kauf aus eigenen Mitteln. Der Zulieferer verfügte Ende März über ein Geldpolster von 867 Millionen Euro.

Die Akquisition soll das Portfolio von Dürr im Maschinen- und Anlagenbau ergänzen und neue Wachstumsmöglichkeiten erschließen. Bei HOMAG wurden in den letzten Jahren strategische Maßnahmen für Wachstum und Wertsteigerung erfolgreich eingeleitet. Diese Maßnahmen sollen in enger Zusammenarbeit mit Dürr weitergeführt und intensiviert werden. Positive Effekte werden unter anderem durch die Globalisierung der Wertschöpfung, die Optimierung von Prozessen und IT sowie im Einkauf erwartet.

Homag ist ein weltweit führender Hersteller von Maschinen und Anlagen für die holzverarbeitende Industrie. Die Gesellschaft ist weltweit aktiv und hat einen geschätzten Weltmarktanteil von 28%. Die Firma erzielte 2013 mit rund 5.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 789 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von 4,4 prozent. Die Eigenkapitalquote erreichte 33 Prozent.

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dpa-AFX/Dürr/gp