Neuwagen breit

Im Halbjahresvergleich 2012 zu 2013 werden in Deutschland immer weniger Autos zugelassen. - Bild: ZDK

Das teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mit. Im Monat Juni wurden knapp 283.000 neue Autos angemeldet, das waren 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Lediglich die Segmente Geländewagen mit einem Plus von 3,6 Prozent, Wohnmobile mit einem Zuwachs von 2,9 Prozent und Kleinfahrzeuge mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent können sich zu den Zulassungsgewinnern zählen.

Unter den großen deutschen Marken erlitten Opel (minus 11,0 Prozent), VW (minus neun Prozent), Mercedes-Bent (minus 2,3 Prozent) und BMW (minus 7,1 Prozent) im ersten Halbjahr die größten Einbußen. Nur beim Sportwagenbauer Porsche sind als einziger deutscher Marke die Zulassungszahlen um drei Prozent im ersten Halbjahr gestiegen.

Euro-Krise scheint deutsche Autokäufer zu verunsichern

Die Kunden in Deutschland seien trotz guter Beschäftigungslage und ordentlicher Einkommen verunsichert durch die Eurokrise, hieß es beim Verband der Automobilindustrie (VDA). Auch das Firmenwagensegment schwächele. Weil der Rückgang im zweiten Halbjahr 2012 einsetzte, erwartet der Verband in den nächsten Monaten nicht mehr so große Abstände zu den Vorjahreszahlen.

Die Veränderungsraten in den ersten sechs Monaten sind allerdings auch darauf zurückzuführen, dass die Inlandsnachfrage im Vorjahreszeitraum noch recht robust war: Im ersten Halbjahr 2012 konnte in Deutschland ein leichtes Plus von einem Prozent erreicht werden, der Juni brachte sogar ein Wachstum von drei Prozent.

Erst in der zweiten Jahreshälfte 2012 wurde der Rückgang deutlich: Der Pkw-Absatz rutschte um sieben Prozent unter das Niveau des Vorjahreszeitraums. Der VDA geht davon aus, dass die Abstände im zweiten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich kleiner sein werden.

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dpa/KBA/VDA/Guido Kruschke