Die Gigafactory von tesla in Berlin aus der Vogelperspektive

Teslas Gigafactory ist nur eines von vielen Projekten, um die Kapazitäten für E-Autos zu erhöhen. Bild: AdobeStock / Christian

| von Fabian Pertschy

Die weltweit geplanten 80 Gigafabriken zur Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge werden nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken. Zu dieser Erkenntnis kommt ein von ABB Robotics in Auftrag gegebener und von Ultima Media erstellter Bericht. Demnach werden 2036 vermutlich mehr vollelektrische Pkw verkauft als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Eine Situation, der die Versorgung mit Batterien zum jetzigen Stand nicht gerecht werden könne. Allerdings würde Europa im Vergleich zum aktuell bei der Batterieproduktion führenden Asien aufschließen. Indes planen auch die US-Hersteller Kapazitätserweiterungen.

Um den Output der Fabriken zu erhöhen, ist Automatisierung laut ABB eine wichtige Stellschraube. „Automatisierung spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Sicherheit, Qualität und Rückverfolgbarkeit in der Fertigung zu erhöhen und Batterien kosteneffizient zu produzieren“, betont Tanja Vainio, Leiterin der globalen Business Line Auto Tier 1 bei ABB.

Die Verfasser des Berichts weisen zudem darauf hin, dass die Batteriepack-Montage in unmittelbarer Nähe oder innerhalb von Anlagen für die Fahrzeugmontage erfolgen sollte. „Wenn sich die Nachfragekurve verschiebt, können Zellen schnell hinzugefügt oder entfernt werden, um dem genauen Produktionsumfang gerecht zu werden“, fügt Vainio hinzu. Um eine höhere Marktdurchdringung überhaupt zu erreichen, müsse der Preis der Autos sinken. Da die Batterie bis zu einem Drittel der Fahrzeugkosten ausmache, fokussiere sich ABB auf die Verbesserung der Produktivität. „Wir sehen zunehmend, dass sich eine höhere Produktivität und niedrigere Kosten erreichen lassen, wenn die Batteriezellen direkt zu Packs montiert werden“, so Vainio.

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