Hier wird deutlich das doe aktuelle Kapazität zur Fertigung von Batteriezellen nicht ausreichen wird. Somit wird die Industrie nicht umhinkommen, im großen Stil zu investieren. Neben der ersten Tesla Gigafactory, haben eine ganze Reihe von Zellenherstellern Expansionpläne angekündigt.

Während sich derzeit die Zellfertigung in Südkorea, Japan und China konzentrierte, werden jetzt in Nordamerika und in Europa Kapazitäten aufgebaut. Mit Terra-E in Deutschland und Northvolt in Schweden wurden auch hochpreisige Standorte berücksichtigt. Aktuell gibt es Plane für die Erweiterung der globalen Kapazität zur Fertigung von Batteriezellen von fast 220 GWh bis 2020, Tendenz steigend.

Dem gegenüber steht die sehr eingeschränkte Verfügbarkeit der Rohmaterialen für Batteriezellen. Aktuell wird der Markt für Hochvoltbatterien von der Lithium-Ionen-Technologie beherrscht. Neben Lithium, welches hauptsächlich im Elektrolyt verwendet wird, kommen eine Reihe von seltenden Metallen wie Kobalt und Mangan zum Einsatz. Nickel ist ein weiteres wichtiges Material zur Herstellung von Batteriezellen.

Fragile Rohstoffversorgung

Die welweiten Lithiumvorkommen die erschlossen sind konzentrieren sich in Südamerika und in Australien. Die größten Vorkommen wurden jedoch in Bolivien entdeckt, aber der Abbau ist aufgrund von Interventionen der Regierung ins Stocken geraten. Bolivien spielt heute im Lithium-Markt kaum eine Rolle. Ein weiteres Vorkommen wurde in Afghanistan enteckt, welches aufgrund der politischen Lage noch nicht erschlossen ist.

Circa die Hälfte der weltweiten Kobaltproduktion konzentriert sich in der Demokratischen Republik Kongo, einem Gebiet mit sehr hoher politischer Instabilität. Obwohl erwartet wird das neue Vorkommen in zum Beispiel Kanada erschlossen werden, kann man davon ausgehen, dass der Kongo weiterhin Hauptlieferant bleiben wird. Allerdings  konzentrieren sich fast 90 Prozent der Raffineriekapazität für Kobalt in China.

Batteriehersteller sowie Fahrzeughersteller sollten befürchten, dass die Versorgung mit einer der wichtigsten mineralischen Komponenten oder der Verarbeitungs- und Raffinerie-Infrastruktur in einem einzigen Land zu zentralisiert werden könnte. Es besteht die Gefahr einer monopolistischen Angebotsstruktur.

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