Elon Musk soll Chef von Tesla bleiben.

Elon Musk soll Chef von Tesla bleiben. Das Unternehmen hat auf Jahressicht noch keinen Gewinn erzielt. Bild: Tesla

| von Vanessa Heder

Das Gehaltspaket könnte Elon Musk mehr als 50 Milliarden US-Dollar einbringen, aber nur wenn der E-Auto-Pioneer in den kommenden zehn Jahren ambitionierte Ziel erreicht. Eine weitere Voraussetzung für den Erhalt der Aktienoptionen ist, dass der 46-jährige Manager dem Konzern entweder als CEO, Chairman oder Chief Product Officer erhalten bleibt.

Um die maximale Auszahlung zu erreichen, müsste der Manager aus Tesla in den kommenden 10 Jahren einen Konzern mit einem Marktwert von 650 Millionen Dollar machen. Damit wären die Kalifornier einer der weltvollsten Techkonzerne der Welt. Derzeit kommt Tesla auf einen Marktwert von 54,6 Milliarden Dollar. Elon Musk, dessen Vermögen von Forbes auf derzeit 20 Milliarden Dollar geschätzt wird, wird seine Vergütung vollständig aus dem Erfolg des Konzerns als Leistungsprämie bekommen.

Die Einzelheiten des Vergütungsplans sehen vor, dass Musk Aktienoptionen im Volumen von 2,6 Milliarden Dollar erhält. Diese sollen in 12 Tranchen ausgezahlt werden und hängen davon ab, ob Tesla eine Reihe von Umsatzmeilensteine und Zielvorgaben bei der Marktkapitalisierung erreicht hat. Bei Erhöhung des Marktwertes soll der Manager zusätzliche Aktienoptionen bekommen.

"Der Vorstand ist davon überzeugt, dass das Vergütungspaket Elon weiterhin dazu anspornen und motivieren wird, Tesla langfristig zu führen, insbesondere im Hinblick auf seine anderen Geschäftsinteressen", heißt es von dem Konzern. Elon Musk, Teslas größter Aktionär, ist auch CEO und Lead Designer der Raumfahrtgesellschaft SpaceX. Erst vor einigen Wochen hatte SpaceX zwei Test-Satelliten für ein weltumspannendes schnelles Internet-Netzwerk im All ausgesetzt.

Allerdings stieß das Vergütungspaket bei Aktionärsgruppen auch auf Kritik. "Selbst auf Jahresbasis würden Musks Gehaltsmöglichkeiten die von fast jedem CEO der größten und profitabelsten Aktiengesellschaften in den Schatten stellen. Dies wirft noch mehr Fragen auf, da Musk sich nicht ausschließlich Tesla widmet und als CEO mehrerer anderer hochkarätiger Unternehmen fungiert", führte die Institutional Shareholder Services Inc (ISS) an.

Tesla aus dem Silicon Valley, das auf Jahressicht noch keinen Gewinn erzielt hat, ist derzeit mit der Model-3-Produktion beschäftigt. Dies ist ein wichtiger Teil der Tesla-Strategie, den Konzern aus der Nische in den Massenmarkt zu bringen.