Tesla Supercharger breit

Am Rande des Bankrotts, wandte sich Musk (Bild) an den Google-Chef Larry Page. – Bild: Tesla

Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf Insiderquellen. Demnach verhandelte Musk mit Google-Mitgründer Larry Page schon über die Verkaufsmodalitäten.

Ende 2012 bis Anfang 2013: Die Abwärtsspirale aus verpassten Verkaufszielen, Lieferengpässen und einem sinkenden Aktienkurs bedroht die Existenz Teslas. Chef Musk sieht sich gezwungen hart durchzugreifen. Er versammelt sein Team um sich. Engineering, Design, Finanzabteilung – alle Abteilungen sind vertreten.

Er fordert von allen, sich daran zu machen, den Verkauf von Tesla-Autos mit allen Mitteln voranzutreiben – ganz egal welchen Job sie eigentlich haben. Musk wird mit den Worten zitiert: “Mir ist es egal, was euer Job bisher war. Euer neuer Job ist es, Autos zu verkaufen.” Weiter heißt es: “If we don?t deliver cars, we are f***ed!”

Anwälte feilschen um Feinheiten des Deals

Doch die Lage scheint sich kaum zu verbessern. Der Tesla-Boss sieht keinen anderen Ausweg mehr: Er kontaktiert Larry Page, seines Zeichens Google-Chef. Musk will einen Deal aushandeln. Google soll 6 Milliarden Dollar zahlen und Tesla komplett übernehmen. Weitere 5 Milliarden sollen in die Produktion gepumpt werden.

Darüber hinaus habe der extrovertierte E-Auto-Pionier eine Garantie gefordert, dass der Suchmaschinen-Gigant Tesla nicht fallen lässt, bis die dritte Fahrzeug-Generation auf dem Markt sei. Damit nicht genug: Musk selbst wollte laut Insiderberichten acht Jahre lang die Geschäfte weiterführen.

Ergebnis der Verhandlungen: Page habe die Vorschläge im Großen und Ganzen akzeptiert. Die Anwälte sollten sich daran machen, die Details auszuarbeiten. Doch dann kam alles anders. Während beide Parteien um die Feinheiten des Deals feilschten, setzte bei Tesla ein Absatz-Boom ein. Der Aktienkurs der Marke verdoppelte sich. Elon Musk hatte es nicht mehr nötig, einen Retter zu suchen.

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Gabriel Pankow