Stefan Wolf

Dr. Stefan Wolf: ElringKlinger profitierte 2010 vom Aufschwung in der Automobilindustrie und wird eine Dividende zahlen. - Bild: ElringKlinger

Das Unternehmen will seinen Anteilseignern nach Angaben vom Dienstagmorgen für 2010 eine Dividende von 0,35 Euro zahlen. Für das Krisenjahr 2009, in dem viele Automobilunternehmen angesichts massiver Verluste überhaupt keine Ausschüttungen gezahlt hatten, lag die Erfolgsprämie von ElringKlinger bei 0,20 Euro je Anteilsschein. Die Hauptversammlung, die den Dividendenvorschlag absegnen muss, findet am 31. Mai statt.

ElringKlinger hatte Mitte des Monats vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. ElringKlinger profitierte 2010 massiv vom Aufschwung in der Automobilindustrie, der wichtigsten Abnehmerbranche, und erlöste etwa 796 Millionen Euro – ein Plus von 37,4 Prozent und ein neuer Rekord. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg überproportional um mehr als zwei Drittel auf knapp 107 Millionen Euro. Netto verdiente der MDAX-Konzern mit 65,6 Millionen Euro etwa doppelt so viel wie 2009.

Bei der Präsentation des ausführlichen Jahresergebnis bekräftigte ElringKlinger am Berichtstag die Prognose. Für 2011 stellt man nach wie vor ein Einnahmenplus von 5 Prozent bis 7 Prozent und einen überproportionalen Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um 15 Prozent bis 25 Prozent in Aussicht. Das Vorkrisenniveau bei der Marge soll damit wieder in greifbare Nähe rücken.

Zukauf in der Schweiz?

Ferner kündigte man am Berichtstag weiteres externes Wachstum an. Derzeit befinde man sich in “weit fortgeschrittenen Verhandlungen” mit dem Schweizer Unternehmen Hug Engineering, so ElringKlinger und wies darauf hin, dass eine Mehrheitsübernahme angestrebt werde. Der Aufsichtsrat habe dem Projekt zugestimmt. Das Kerngeschäft von Hug besteht aus der Entwicklung, dem Engineering und der Produktion von Abgasreinigungsanlagen zur katalytischen Abgasnachbehandlung sowie Dieselpartikelfiltern im stationären und mobilen Sektor.

Die Hug-Dieselpartikelfiltersysteme sollen laut ElringKlinger zukünftig mit dem ElringKlinger CleanCoat-Beschichtungsmaterial zur Rußreduzierung kombiniert werden und im Nutzfahrzeugbereich, bei Off-Road-Fahrzeugen sowie im stationären Bereich zum Einsatz kommen. Die Schweizer erwarten im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 Umsatzerlöse von rund 46 Millionen Euro. Die Schwaben erklärten weiter, der Mehrheitserwerb könnte kurzfristig erfolgen. Zum möglichen Kaufpreis machte ElringKlinger keine Angaben.

Dow Jones Newswires/gk