Eines der bekannten Produkte: Zylinderkopfdichtung. (Bild: ElringKlinger)

Eines der bekannten Produkte: Zylinderkopfdichtung. (Bild: ElringKlinger)

Bislang hatte der MDAX-Konzern für 2010 Erlöse von 690 Mio bis 710 Mio Euro und einen operativen Gewinn von 90 Mio bis 95 Mio Euro in Aussicht gestellt. 2009 waren die Erlöse des Herstellers von Dichtungen und Abschirmteilen für Motoren, Getriebe und Abgasanlagen um gut ein Achtel auf gut 579 Mio Euro geschrumpft und das EBIT auf gut 63 (72) Mio Euro.

Noch im Frühjahr hatte ElringKlinger für 2010 lediglich mit einem Umsatzplus von 7 bis 10 Prozent und einer Zunahme des operativen Ergebnisses zwischen 12 und 15 Prozent gerechnet.

Mit seinen vielen neuen Produkten zur Verringerung des Gewichts und zur Steuerung der Effizienz von Fahrzeugen zählen nahezu alle großen Auto- und Nutzfahrzeughersteller zu den Kunden von ElringKlinger. Auch im dritten Quartal profitierte der MDAX-Konzern massiv vom weltweiten Trend zur Verringerung der Abgasemissionen.

Die Einnahmen legten zwischen Juli und September um gut ein Drittel auf knapp 203 Mio Euro zu, der operative Gewinn auf etwa 32 (20) Mio Euro und unter dem Strich verdiente ElringKlinger fast 20 (12) Mio Euro. Besonders positiv entwickelten sich das Erstausrüstungsgeschäft mit Fahrzeugherstellern sowie die Regionen in Asien und Südamerika.

Damit schnitt das Unternehmen besser ab als erwartet. Analysten hatten Erlöse von 190 Mio Euro, einen operativen Gewinn von 30 Mio Euro und ein Nettoergebnis von 19 Mio Euro erwartet.

Auch für das kommende Jahr ist ElringKlinger zuversichtlich. Aufgrund zahlreicher Produktneuanläufe und der Expansion auf den Wachstumsmärkten in Asien und Südamerika will das Unternehmen organisch stärker wachsen als der Markt, wie aus dem Zwischenbericht hervorgeht. Das in diesem Jahr übernommene Flachdichtungsgeschäft der Freudenberg-Gruppe soll im kommenden Jahr zudem fast 50 Mio Euro zum Umsatz beitragen. Langfristig will der MDAX-Konzern weiter organisch um mindestens 5 bis 7 Prozent pro Jahr wachsen und das Ergebnis jeweils mindestens proportional steigern.

Am Markt sorgen die Zahlen und der erneut angehobene Ausblick für gute Stimmung, Händler sprechen von sehr guten Ergebnissen. Vorbörslich wird die Aktie bei 23,86 zu 24,05 Euro getaxt und damit 2 Prozent über dem Vortagesschluss. Einige Marktbeobachter warnen aber vor Gewinnmitnahmen, da das Papier in den vergangenen Monaten deutlich hinzugewonnen hatte.

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