Stefan Wolf

Stefan Wolf: "ElringKlinger wird wahrscheinlich ein Umsatzplus von fünf Prozent erwirtschaften." - Bild: ElringKlinger

ElringKlinger werde wahrscheinlich ein Umsatzplus von fünf Prozent erwirtschaften, sagte Unternehmenschef Stefan Wolf im Gespräch mit der Börsen-Zeitung am Wochenende. Zuvor hatte der Konzern ein Umsatzplus von fünf bis sieben Prozent für möglich gehalten.

Der MDax-Konzern hatte zuletzt stärker als erwartet unter der Schwäche auf dem europäischen Automarkt gelitten. Es reichte 2012 aber dennoch zu einem Umsatzplus von neun Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Das um Einmaleffekte bereinigte Periodenergebnis nach Anteilen Dritter stieg im vergangenen Jahr um knapp zehn Prozent auf den Rekordstand von 85,9 Millionen Euro.

Zulieferer plant weitere Akquisitionen

Der Unternehmenschef Wolf, der gleichzeitig auch Finanzvorstand ist, sagte weiter, ElringKlinger peile weitere Akquisitionen an. Damit soll das Produktportfolio des Unternehmens vergrößert werden. Er sehe Möglichkeiten insbesondere in der Abgasnachbehandlung und der Abschirmtechnik sowie bei Kunststoffmodulen.

In sieben bis acht Jahren soll der Konzernumsatz auf mehr als zwei Milliarden Euro wachsen. In zwei bis drei Jahren will Wolf das untere Ende einer Spanne bei der Konzernrendite von 16 bis 18 Prozent erreichen. Im vergangenen Jahr berichtete der Autozulieferer eine Marge von 12,1 Prozent.

Wolf sieht es als Vorteil, dass ElringKlinger zu 52 Prozent von der Familie Lechler kontrolliert wird. Man habe kein Problem mit Finanzinvestoren, die eine kurzfristige Ertragsmaximierung sehen wollen. “Wir könnten auch als reines Familienunternehmen existieren”, sagte er.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke