Seit 2004 wurden bei Magna Steyr 605.498 BMW X3 produziert. (Bild: pressinform)

Seit 2004 wurden bei Magna Steyr 605.498 BMW X3 produziert. (Bild: pressinform)

Als viele Hersteller noch von Mittelklasse-SUV träumten, stand der BMW X3 im Jahre 2004 bereits bei den Händlern. Anfangs von vielen belächelt, weil er allzu nah am nur wenig größeren BMW X5 erschien, wurde der X3 schnell zum Bestseller. Dabei war am BMW X3 nicht alles Gold.

Die Vierzylinder-Benziner haben es bis zum Auslaufen der aktuellen Generation nicht aus ihrer Lethargie geschafft. Entweder man entschied sich ? wie die Kunden in den USA ? für einen Sechszylinder-Benziner mit 2,5 oder 3,0 Litern Hubraum oder man hatte ? wie die meisten Kunden in Europa ? die drehmomentstarken Diesel ins Herz geschlossen.

Auch hier ging es bei den Einstiegsversionen mit zwei Litern Hubraum und 150 PS anfangs recht zäh zu. Doch mit Einführung der 177-PS-Variante wurde der 1,8 Tonnen schwere Allradler zunehmend flotter und war fortan auch in der Kombination mit einer Getriebeautomatik zu bekommen. Sparsam waren die Diesel schon immer. Wer Leistung wollte, kam bei dem Sechszylinder-Diesel mit bis zu 286 PS auf seine Kosten.

Der X3 war in den letzten Jahren eines der erfolgreichsten Fahrzeuge für BMW, weil er der Konkurrenz schmerzhaft eine Nase drehte. Mercedes hatte unterhalb von GL, ML und der historischen G-Klasse lange Zeit nichts zu bieten und auch Audi brauchte viel zu lang, ehe man mit dem Q5 einen entsprechenden Sparringspartner in den Ring schicken könnte.

So kämpfte der BMW X3 jahrelang überaus erfolgreich in der SUV-Mittelklasse gegen Toyota RAV4, Hyundai Santa Fe oder Kia Sorento und griff so Kunden ab, die keine Premium-Alternative hatten. Zudem setzte er in Sachen Fahrdynamik Bestwerte. Am Hauptproduktionsort in Graz bei Magna Steyr liefen seit 2004 als 605.498 Fahrzeuge vom Band.

Der Mini Countryman soll die schmerzhafte Lücke, die der X3 beim österreichischen Auftragsfertiger gerissen hat, zumindest teilweise schließen.  60.000 bis 80.000 Fahrzeuge sollen jährlich die Magna-Fabrik verlassen.

Rund 10.000 weitere Modelle wurden im Rahmen der CKD-Produktion in Russland, Ägypten und Thailand produziert. Das letzte Fahrzeug der ausgelaufenen Modellgeneration, ein roter BMW X3 xDrive 35d, verbleibt als Vorstandsfahrzeug bei Magna. Der vorletzte X3 wurde als Notarztwagen gespendet. Im neuen X3-Produktionswerk in Spartanburg sollen zukünftig bis zu 200.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden.