Es ist möglich, dass wir über 50 Prozent an Chrysler erhalten, falls  Chrysler an die Börse

Es ist möglich, dass wir über 50 Prozent an Chrysler erhalten, falls Chrysler an die Börse zurückkehrt", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne. (Bild: Fiat)

Der italienische Automobilhersteller Fiat könnte bereits in diesem Jahr seine Beteiligung am US-Automobilhersteller Chrysler auf über 50 Prozent erhöhen. “Es ist möglich, dass wir über 50 Prozent an Chrysler erhalten, falls Chrysler an die Börse zurückkehrt”, so Fiat-CEO Sergio Marchionne. Er wisse jedoch nicht, ob dieses Szenario wahrscheinlich sei. Derzeit hält Fiat 20 Prozent an dem US-Automobilkonzern.

Im Zuge des Insolvenzverfahrens von Chrysler hatte Marchionne auch das Steuer bei den Amerikanern übernommen. Marchionne bekräftigte, dass ein Börsengang von Chrysler im zweiten Halbjahr 2011 stattfinden könnte. Eine Fusion des Autogeschäfts mit der Chrysler Group LLC sei nicht geplant.

Fiat hatte sich zu Jahresbeginn in eine Automobil- und eine Industriesparte aufgespalten. Die Fiat Industrial SpA umfasst das Lkw- und Traktorengeschäft Iveco und CNH Global, während die Fiat SpA aus dem Pkw-Geschäft besteht. Fiat hatte die Aufspaltung damit begründet, dass die beiden Sparten in unterschiedlichen Märkten arbeiteten und verschiedenen Geschäftszyklen folgten.

Am Montag wurden die Aktien der beiden Sparte nun erstmals gehandelt. Fiat Industrial gingen mit 9,01 Euro in den Handel, der erste Kurs für die Aktie der Fiat SpA lag bei 6,94 Euro. Die alte Fiat-Aktie war in der Vorwoche zuletzt mit 15,43 Euro gehandelt worden. Nachdem jeder Fiat-Aktionär jeweils eine Aktie der beiden Sparten erhalten hatte, ergab sich somit zum Start des Handels unter dem Strich ein Plus von 0,52 Euro bzw 3,4 Prozent.

Beobachter erwarten, dass Marchionne sich in den kommenden Quartalen stärker auf potenzielle Allianzen konzentrieren kann. Auf die Frage nach möglichen Zukäufen in den kommenden Monaten sagte Marchionne, dass das Unternehmen kein zusätzliches Kapital benötige, falls es Gelegenheiten gebe. Er fügte hinzu, dass Fiat keine Pläne zum Verkauf von Vermögenswerten hege.

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