VW-Zeichen auf einer Motorhaube.

Doch der Angeklagte ist keineswegs das «Mastermind» des Betrugs - da sind die Strafverfolger sicher. Größere Kaliber dürften allerdings schwer zu fassen sein. Bild: ks

Der zuständige Richter Sean Cox will am Freitag bei einer Anhörung in Detroit (16.00 Uhr MEZ) das Urteil für den Angeklagten James Liang verkünden und über dessen Strafmaß entscheiden. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den langjährigen VW-Ingenieur, die US-Behörden über den Einbau einer illegalen Software zur Manipulation von Abgaswerten in Dieselwagen getäuscht zu haben.

Die Anklage fordert drei Jahre Haft und eine Geldstrafe von 20 000 Dollar. Der Dieselexperte hatte früh ein Geständnis abgelegt und bei den Ermittlungen kooperiert, deshalb kann er auf ein mildes Urteil hoffen. Das gesetzliche Höchstmaß für die ihm zur Last gelegten Vergehen beträgt sieben Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 400 000 Dollar. Liangs Anwalt hält eine Bewährungsstrafe mit einem Jahr Hausarrest, 1500 gemeinnützigen Arbeitsstunden und einem geringen Bußgeld für ausreichend.