EU genehmigt Volvo-Verkauf 1

Die Europäische Kommission hat die Übernahme des schwedischen Automobilherstellers Volvo durch die chinesische Geely Group und die Investmentfirma Daqing genehmigt. 

Die Behörde sei zu dem Entschluss gekommen, dass die Transaktion den bestehenden Wettbewerb nicht bedeutend behindere, teilte die Kommission am Dienstag mit.

Der Kommission zufolge würde der Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb weder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern.  Das chinesische Unternehmen Geely sei ein vollständig integrierter Hersteller von Pkw, Motorrädern und Motorrollern, der die überwiegende Mehrheit seiner Pkw in China verkaufe. Daqing steht im Eigentum der Stadt Daqing im Nordosten Chinas. Einziger Geschäftsbereich ist die Anlage und Verwaltung staatlicher Vermögenswerte.

Die Untersuchung der geplanten Übernahme ergab laut Stellungnahme der EU-Kommission, dass es kaum horizontale Überschneidungen zwischen den Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen gibt, weil Geely in Europa so gut wie keine Pkw verkauft. Auch auf dem Markt für Ersatzteile könnte das aus dem Zusammenschluss hervorgegangene Unternehmen wegen der geringen Präsenz von Volvo den Eintritt anderer Marktteilnehmer nicht verhindern.

Der US-Automobilkonzern Ford Motor hatte den Verkauf seiner Tochter Volvo an die chinesische Geely Ende März verkündet. Die Geely Automobile Holdings Ltd zahlt dafür 1,8 Milliarden US-Dollar, davon 1,6 Milliarden Dollar in bar, hatte es damals geheißen.