Renault Megane

In Europa geht es für Renault aufwärts. Bild: Renault

Somit konnten die Franzosen beim Marktanteil einen Prozentpunkt gewinnen. Treiber des Erfolgs waren, laut Renault, starke Verkaufszahlen in Europa dank der erfolgreichen Markteinführung neuer Modelle. Vor allem die Konzerntochter Dacia konnte ihren Absatz um mehr als ein Drittel steigern. Anders sieht die Bilanz in den Hauptwachstumsmärkten der Marke aus. Dort hat sich die ehemals positive Entwicklung der Absatzzahlen deutlich verlangsamt. Weltweit verkaufte der Konzern fünf Prozent mehr Neuwagen.

Einnahmen

Im ersten Halbjahr 2014 konnte die Renault Gruppe gut 19,82 Milliarden Euro einnehmen. Das entspricht einem Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit ihrer Auto-Sparte nahm die Gruppe 18,74 Milliarden Euro ein. Das ist ein Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2013. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf Währungsschwankungen zurückzuführen.

Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten konnte der Betriebsgewinn auf 729 Millionen Euro gesteigert werden, im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es nur 583 Millionen Euro. Das war nicht nur ein Viertel mehr als vor einem Jahr, sondern übertraf auch die Erwartungen der Analysten deutlich. Renault hatte seine Kosten um mehr als 400 Millionen Euro gedrückt – und will beim Gewinn weiter zulegen. Unter dem Strich legte der Überschuss auf 749 Millionen Euro zu, weil Renault viel Geld aus der Beteiligung am erfolgreichen japanischen Partner Nissan ziehen konnte. In Renaults-Autosparte ist der Gewinn um 137 Millionen Euro auf 348 Millionen Euro gewachsen, was 1,9 Prozent der Einnahmen der Auto-Sparte entspricht.

Prognose

Die Renault-Gruppe geht davon aus, dass sich das starke Wachstum in den vergangenen Jahren auf den Hauptwachstumsmärkten verlangsamen wird. Bauchschmerzen bereitet insbesondere Russland, wo Renault am Lada-Hersteller Avtovaz beteiligt ist. Wegen des schwachen Rubels und der flauen Wirtschaft brachen die Autoverkäufe in dem für Renault wichtigen Markt ein. Auch für andere aufstrebende Märkte in Asien und Südamerika sehen die Franzosen schwarz. Positiver schauen die Franzosen jedoch auf den europäischen Markt und schrauben die Erwartungen von zwei bis drei Prozent Wachstum auf immerhin drei bis vier Prozent vorsichtig nach oben.

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Gabriel Pankow / Renault / dpa-AFX