ZDK Neuwagen breit

Brüssel (dpa) - Der europäische Automarkt erholt sich weiter. Zum ersten Mal seit September 2011 legten die Neuzulassungen den zweiten Monat in Folge zu. - Bild: dpa

Insgesamt legten die Neuzulassungen in den 27 Staaten der EU sowie den Staaten der europäischen Freihandelszone um 4,7 Prozent auf gut eine Millionen Fahrzeuge zu, wie der Branchenverband ACEA mitteilte. Bereits im September hatte das Branchenbarometer mit einem Plus von 5,5 Prozent nach oben gezeigt.

Das ist das erste Mal seit September 2011, dass die Nachfrage nach Neuwagen in zwei aufeinanderfolgenden Monaten anzog. Allerdings reichte das nicht aus, um für ein Plus bei den Neuzulassungen im bisherigen Jahresverlauf zu sorgen: Von Januar bis Oktober waren die Neuzulassungen um 3,1 Prozent rückläufig.

Im Oktober ging es in fast allen wichtigen Märkten wie Deutschland und Frankreich bergauf. Lediglich Italien tanzte aus der Reihe. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Neuzulasungen markieren den bislang zweitniedrigsten Wert für einen Oktober.

Daimler gehört zu den Zulassingsgewinnern

Die deutschen Hersteller schnitten im Oktober insgesamt gut ab. Größter Gewinner war die Daimler-Tochter Mercedes-Benz, die sieben Prozent mehr Fahrzeuge verkaufte. Aber auch für Volkswagen ging es mit einem Plus von 5,7 Prozent spürbar nach oben. BMW konnte dagegen mit einem Plus von 0,3 Prozent nur ein leichtes Wachstum verzeichnen.

Erfreulich war die Entwicklung bei Opel. Bei der kriselnden Tochtergesellschaft des US-Autogiganten General Motors setzte sich der Aufwärtstrend der jüngsten Vergangenheit nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene fort. Die Rüsselsheimer steigerten die Verkäufe um 6,1 Prozent.

Europaweit zeigte sich unter den Herstellern ein gemischtes Bild. Während Renault 14 Prozent mehr Fahrzeuge absetzte, verzeichnete PSA Peugeot Citroen leichte Verluste von 0,7 Prozent. PSA hat ein hartes Jahr hinter sich, auf Sicht von zehn Monaten stand immer noch ein Minus von mehr als zehn Prozent zu Buche.

Größter Verlierer im Oktober war Fiat. Bei den Turinern schlug die Schwäche auf dem italienischen Heimatmarkt voll durch. Der Absatz brach um 7,3 Prozent auf 60.183 Autos ein.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke