Ferdinand Dudenhöffer

Ferdinand Dudenhöffer: "Arbeitslose sind keine guten Autokäufer und deshalb geht die europäische Autoindustrie durch ihr schwerstes Jahr seit der ersten Ölkrise." - Bild: dpa

Das schreibt das CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Für Europa insgesamt (EU plus EFTA) müsse mit einem Minus von fünf Prozent auf 11,89 Millionen verkauften Neuwagen gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr gerechnet werden.

Besonders hart werde es Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland treffen. Der Markt in diesen Ländern werde nach einem satten Absatzminus von 17 Prozent im Vorjahr um weitere 9,6 Prozent auf 3,75 Millionen Pkw einbrechen. “Arbeitslose sind keine guten Autokäufer und deshalb geht die europäische Autoindustrie durch ihr schwerstes Jahr seit der ersten Ölkrise”, sagte CAR-Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer. Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit etwa im Autoland Spanien werde sich der Abwärtstrend fortsetzen, prognostizierte er: “Die Chancen für einen sich schnell erholenden Automarkt Südeuropa sind gleich null.”

Chancen auf Erholung in Süderuopa “sind gleich null”

Durch die seit Jahren anhaltende Absatzflaute kann die Autoindustrie insbesondere in Frankreich, Italien, Portugal und Spanien ihre Fabriken längst nicht mehr auslasten. Die Produktionskapazitäten in diesen Ländern würden 2013 gerade mal zu 58 Prozent genutzt, betonte der Experte. Das sei der schlechteste Wert der südeuropäischen Automobilindustrie seit dem Zweiten Weltkrieg.

Autobauer wie Fiat und Renault hätten daher bereits Restrukturierungspläne verabschiedet, bei Peugeot-Citroën steht unter anderem die Schließung des Werkes Aulnay an. Auch Ford und Opel werden Werke schließen.

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dpa/CAR/Guido Kruschke