Neuwagen breit

Die Talfahrt beim Absatz von Neufahrzeugen scheint überwunden. Sogar in den südeuropäischen Krisenstaaten zeigten sich erstmals wieder Hoffnungsschimmer. - Bild: ZDK

Laut dem deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA) wurden in Europa rund 1,02 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent. Das letzte Mal hatte es im April einen Zuwachs gegeben, danach war der Markt geschrumpft. Seit Jahresbeginn liegt die Zahl der Neuzulassungen deshalb mit knapp 7,5 Millionen Pkw noch gut 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Westeuropa allein kam im Juli auf ein Wachstum bei den Neuzulassungen von 4,4 Prozent. “Das positive Juli-Ergebnis auf dem westeuropäischen Pkw-Markt ist ein guter Anfang für die von uns erwartete Stabilisierung der Automobilkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte auf diesem wichtigen Markt”, sagte Matthias Wissmann, Präsident des VDA. Die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung in Westeuropa spiegele sich offenbar auch in der Entwicklung der Pkw-Nachfrage wider, sagte er.

Südeuropäische Krisenstaaten mit Hoffnungsschimmer

Selbst in den südeuropäischen Krisenstaaten zeigten sich erstmals wieder Hoffnungsschimmer. So kletterten die Neuzulassungen in Spanien um 15 Prozent, in Portugal um gut 17 Prozent und in Griechenland um mehr als 12 Prozent.

“Es stimmt zuversichtlich, dass insbesondere in den Ländern Spanien, Portugal und Griechenland die Pkw-Neuzulassungszahlen im Juli jeweils zweistellig stiegen. Der französische Markt bewegte sich – erstmals seit Oktober 2011 – wieder im Plus”, sagte Wissmann.

Dieser positive Trend in Europa hatte sich schon zuvor in den Neuzulassungszahlen Deutschlands gezeigt. Deutschland als größter Absatzmarkt Europas hatte im Juli erstmals seit April wieder zugelegt, wenn auch nur um zwei Prozent. Branchenbeobachter und Vorstandschefs der Autohersteller hatten zuletzt vermehrt von einer Bodenbildung in Europa und einer Stabilisierung gesprochen.

China und USA bleiben auf Wachstum getrimmt

Auch die beiden großen Automobilmärkte China und USA sind weiter klar auf Wachstum getrimmt. In den USA legte der Absatz der sogenannten “Light Vehicles” im Juli zweistellig um 14 Prozent auf gut 1,3 Millionen Einheiten zu. Im Reich der Mitte konnte sogar ein Plus von 16,5 Prozent auf 1,147 Millionen Neufahrzeuge verbucht werden. Seit Januar wurde das Vorjahresniveau sogar um knapp 20 Prozent übertroffen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke