Neuwagen breit

Nach derzeitigen Erwartungen an die Weltkonjunktur bleibt die globale Automobilindustrie auch in 2014 auf Wachstumskurs. - Bild: dpa

Die Nachfrage in der Region Westeuropa, die mehr als 90 Prozent des gesamten Kontinents ausmacht, werde voraussichtlich um vier Prozent auf 11,7 Millionen Pkw steigen, teilte das Center of Automotive Management von der FH Bergisch Gladbach am Montag mit. Allerdings war die Nachfrage auf dem Kontinent seit 2007 um fast ein Viertel geschrumpft – das hat vor allem die südeuropäischen Massenhersteller wie PSA Peugeot Citroen oder Fiat hart getroffen.

Westeuropas Abstand zu China und USA wird größer

Trotz der Erholung wird der Abstand zu den Märkten in China und den USA laut der Studie immer größer. Nachdem Institutsleiter Stefan Bratzel Westeuropa 2011 noch knapp an der Spitze gesehen hat, sind die beiden inzwischen weltgrößten Märkte heute weit enteilt. Für die USA rechnet Bratzel 2014 mit fünf Prozent Wachstum auf 16,5 Millionen Autos, China sieht er mit 17 Millionen Wagen etwa sechs Prozent im Plus. Vor allem dort gleichen die deutschen Hersteller um Volkswagen, BMW und Daimler die maue Nachfrage aus der Heimat aus.

Durchwachsen ist das Bild indes für einige Wachstumsmärkte: Während Brasilien und Russland leicht zulegen dürften, rechnet Bratzel für Indien mit einer weiter schrumpfenden Nachfrage. Weltweit dürfte der Automarkt aber um fünf Prozent auf 76 Millionen Pkw zulegen. Das sind gute Nachrichten für die deutschen Hersteller, die einen Großteil ihrer heimischen Produktion exportieren.

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dpa/Guido Kruschke