Dan Akerson

Dan Akerson: "Niemand von uns hat erkannt wie tiefgreifend die Probleme bei GM waren." Bild: GM

Akerson sagt, dass der verspätete Rückruf von 2,59 Millionen Autos und die damit in Zusammenhang stehenden 13 Todesopfer ein Weckruf für den Konzern ein “Weckruf” sein müsse. “Wir alle ? das neue und das alte Management-Team ? haben nicht wirklich erkannt wie tiefsitzend manche Problem waren”, so der Ex-Boss. Eine Veränderung in der Unternehmenskultur sei unausweichlich gewesen.

Er ist überzeugt, dass die aktuelle GM-Chefin Mary Barra einen guten Job mache. Er gibt aber zu bedenken, dass einige Mitarbeiter des Unternehmens von den Zündschloss-Problemen wussten – lange bevor endlich eine Rückrufaktion gestartet wurde. Das sei das Problem jeder großen Firma, es gäbe immer Leute die ihre Jobs nicht machen. Barra hat mittlerweile 15 hochrangige Mitarbeiter entlassen. Außerdem erklärte Barra vor Kurzem, dass GM die Herangehensweise an Probleme geändert habe: “Wenn wir heutzutage ein Sicherheitsproblem sehen, dann handeln wir sofort.”

Zudem wehrt sich Akerson, am Rande einer Dokumentarfilm-Vorführung, gegen Spekulationen, dass er absichtlich das Unternehmen früher verlassen habe und Barra mit den Problemen zurückgelassen habe, damit er nicht ins Kreuzfeuer der Kritik gerate: “Diese Behauptung ist lächerlich. Das zeigt nur, dass Dummköpfe heutzutage alles behaupten dürfen.” Vielmehr tausche er sich regelmäßig mit Mary Barra aus und er sei bis heute ein Berater des Autobauers aus Detroit.

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Gabriel Pankow