Ferdinand Dudenhöffer

Ferdinand Dudenhöffer: 2013 und 2014 werden Staatshilfen für die Autoindustrie in Südeuropa eingesetzt werden. - Bild: dpa

“2013 und 2014 werden Staatshilfen für die Autoindustrie in Südeuropa eingesetzt werden”, sagte Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer der Zeitung “Die Welt” (Donnerstag). Daher werde der notwendige Abbau teurer Überkapazitäten nur langsam vorankommen und den Rabattwettbewerb in Europa über die nächsten Jahre befeuern.

Vor allem in Südeuropa leiden die Massenhersteller unter der zusammengebrochenen Nachfrage und stehen teils mit dem Rücken zur Wand. Ende Oktober hatte Frankreich der Finanztochter von PSA Peugeot Citroen bereits Staatsgarantien von bis zu sieben Milliarden Euro zur Refinanzierung zugesichert.

Staatliche Hilfen werden kritisch gesehen

Viele Branchenbeobachter sehen ein staatliches Eingreifen aber sehr kritisch, weil es eine notwendige Schrumpfkur verzögert oder verhindert. Laut einer Studie herrscht aktuell in 15 europäischen Werken so viel Leerlauf, dass die Hersteller sie auf den Prüfstand stellen müssten.

Der Autoexperte rechnete zudem damit, dass Deutschland im weltweiten Vergleich an Bedeutung verlieren wird. “Deutschland wird ab 2015 nicht mehr unter den Top 5 der größten Automärkte der Welt sein.” Russland und Indien dürften seiner Schätzung zufolge bis dahin vorbeigezogen sein.

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dpa/Guido Kruschke