Shigehisa Takada

Soll das Fraunhofer-Institut eingeschaltet um die Ursache der Airbag-Probleme zu ermitteln: Takata-CEO Shigehisa Takada. – Bild: Takata

Das berichten amerikanische Medien. Der Name der Firma ist noch unbekannt, soll aber Ende dieser Woche offiziell bekannt gegeben werden. Angeblich handele es sich dabei um ein Unternehmen, das große Erfahrung mit Treibladungen für Raketentriebwerke hat.

Das Problem der fehlerhaften Airbags ist zwar seit geraumer Zeit bekannt. Einige Fragen konnten bislang noch nicht abschließend geklärt werden: Was ist die Hauptursache für den Fehler? Werden die momentan produzierten Ersatz-Airbags in fünf oder zehn Jahren mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben? Tritt das Problem tatsächlich nur in Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit auf? Das Fraunhofer Institut soll Licht ins Dunkel bringen.

Takata macht das heiße und feuchte Klima in Bundesstaaten wie Kalifornien für das unvermittelte Auslösen der Airbags verantwortlich. Es will die Rückrufe deshalb auf diese Regionen beschränken. Experten sagen, dass der Grund für diese Vorgehensweise eher in der geringen Produktionskapazität zu suchen ist: Die Japaner können die nötigen Teile für einen Massen-Rückruf nicht schnell genug liefern.

Takata bekommt Strafe aufgebrummt

Wegen der bislang unzureichenden Zusammenarbeit mit den US-Behörden wurde der Airbag-Hersteller zu einer Geldstrafe verdonnert. 14.000 US-Dollar Strafe muss Takata zahlen ? pro Tag. Für jeden Tag, den die Japaner in der geforderten Zusammenarbeit mit den US-Behörden ungenutzt verstreichen lassen, muss Takata 14.000 US-Dollar zahlen.

Hintergrund: Die fehlerhaften Airbags führten schon zu sechs Todesfällen und 64 schweren Verletzungen. Der jüngste Fall liegt nur einen knappen Monat zurück. Die Detroit News berichtet, dass am 18. Januar ein Airbag in einem Honda Accord, Baujahr 2002, explodierte ? der Fahrer wurde durch herumfliegende Metallsplitter getötet.

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Gabriel Pankow