2010 wurden deutschlandweit 2,92 Millionen  Neuwagen verkauft. (Bild: VW)

2010 wurden deutschlandweit 2,92 Millionen Neuwagen verkauft. (Bild: VW)

Letztes jahr wurden bundesweit knapp drei Millionen Neuwagen verkauft. Die Aussichten sind ebenfalls gut.

Dank des Wirtschaftsaufschwungs hat sich die Zahl der Autoverkäufe in Deutschland im vergangenen Jahr langsam wieder auf Normalniveau eingependelt.

Mit knapp 2,92 Millionen  Neuwagen verkauften die Händler zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen erwartungsgemäß rund 23 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), in dem die Importeure zusammengeschlossen sind, am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Abwrackprämie 2009 für einen Sturm auf die Autohäuser gesorgt hatte. Im Vergleich zum Jahr 2008 beträgt der Rückgang im vergangenen Jahr nur noch knapp sechs Prozent.

Für das laufende Jahr rechnet der VDIK auf Europas größtem Automarkt mit rund 3,1 Millionen verkauften Neuwagen und damit wieder mehr als im Vorkrisenjahr 2008, als 3,09 Millionen Autos neu angemeldet worden seien.

Verbandspräsident Volker Lange erwartet sogar, dass diese Marke überschritten werden könnte, sollte die wirtschaftliche Erholung anhalten. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA), dem die deutschen Autokonzerne und Zulieferer angehören, kalkuliert mit 3,1 Millionen Autos im kommenden Jahr.

Während sich am deutschen Automarkt nur eine langsame Erholung andeutet, meldete sich der in der Wirtschaftskrise stark gebeutelte Nutzfahrzeugmarkt kraftvoll zurück. Im Dezember verkauften die Hersteller von Lastwagen, Transportern und Bussen nach VDIK-Angaben hierzulande 37 Prozent  mehr. Besonders gefragt seien schwere Lkw gewesen. Und obwohl die Orders erst seit März wieder stiegen, seien im vergangenen Jahr knapp 17 Prozent mehr Nutzfahrzeuge verkauft worden als im Krisenjahr 2009, erklärte der Verband. Die insgesamt 282.000 Neuzulassungen lägen jedoch noch immer unter dem langjährigen Durchschnitt. Im neuen Jahr erwartet der VDIK einen Zuwachs um fünf Prozent.

Dow Jones Newswires