Faurecia Montage Polen

Der französische Autozulieferer Faurecia fährt Rekordumsatz ein und setzt sich neue Ziele für das laufende Jahr. - Bild: Collin Stephane

Nach einem starken ersten Halbjahr setzt sich der französische Konzern ehrgeizigere Ziele für 2011. „Das Wachstum dürfte in der zweiten Jahreshälfte in allen Regionen stabil bleiben und mittelfristig solide ausfallen.“

Yann Delabriere

Yann Delabriere: Wir setzen auf organisches Wachstum und planen keine größeren Übernahmen. - Bild: Luc Perenom

Die Tochter von Peugeot Citroen setzt organisches Wachstum und schaut nicht nach größeren Übernahmen. Zukäufe seien dann denkbar, wenn sie überschaubar seien und das technische Angebot von Faurecia erweiterten, erklärte Unternehmenschef Yann Delabriere. Gerüchte über ein Interesse am deutschen Zulieferer Grammer wies Delabriere zurück. „Es steht nicht zur Debatte, dass wir irgendeine Art von Angebot für Grammer machen.“

Die Hälfte der Umsätze außerhalb Europas

Mittelfristig geht das Unternehmen davon aus, 50 Prozent seines Umsatzes außerhalb von Europa und damit vor allem in Lateinamerika und Asien zu machen. Im laufenden Jahr erwartet Faurecia nun einen Umsatz von bis zu 15,9 Milliarden Euro, das ist über eine halbe Milliarde mehr als bisher. Auch der Betriebsgewinn soll stärker gesteigert werden auf 620 bis 650 Millionen Euro, nach bislang 580 bis 640 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr machte der Konzern mit 8,15 Milliarden Euro fast ein Fünftel mehr Umsatz. Wachsende Kosten für Stahl und Plastik belasteten den Betriebsgewinn mit 29 Millionen Euro. Das Ergebnis legte dennoch 57 Prozent zu auf 340 Millionen Euro. Die Marge lag hier bei 4,2 Prozent. Gewinnmitnahmen drückten den Aktienkurs des Konzerns in Paris um 5,4 Prozent ins Minus – das war deutlich schwächer als der Markt.

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