Faurecia plant die Übernahme der Angell-Demmel Europe GmbH. - Bild: Angell-Demmel

Faurecia plant die Übernahme der Angell-Demmel Europe GmbH. - Bild: Angell-Demmel

Mit ihren zwei Produktionsanlagen hat die Angell-Demmel Europe GmbH, die ihre Firmenzentrale in Lindau (Deutschland) hat, in den ersten neun Monaten dieses Jahres (zum 30. September 2010) einen Nettoumsatz von 55 Millionen Euro erzielt. Den größten Anteil daran hatten mit 90 Prozent führende deutsche Automobilhersteller: Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen. Die Angell-Demmel Europe GmbH beschäftigt rund 800 Mitarbeiter an ihren beiden Industriestandorten in Lindau (mit einem Zentrum für Design, Entwicklung und den Bau von Prototypen) und in Kennelbach (Österreich).

Faurecia will mit der Übernahme  die etablierte Geschäftsbeziehung zu den deutschen Premiumkunden Audi, BMW, Daimler und Porsche weiter stärken sowie das Produkt- und Technologieangebot um Innenverkleidungsteile aus Echtmetall erweitern und zusätzliche Expertise in der Produktion von Dekorteilen mit hohem Wertschöpfungspotenzial erwerben. Eine ergänzende und synergiereiche Maßnahme, mit der die weltweit führende Position im Bereich Fahrzeuginnenraum gestärkt wird.

Yann Delabrière, Vorstandsvorsitzender und CEO von Faurecia, erklärte: „Dieser neue Zusammenschluss ist die perfekte Ergänzung für die Aktivitäten des Unternehmens im Geschäftsbereich Innenraumsysteme. Faurecia wird so besser aufgestellt sein, um seinen Kunden die modernsten Dekorteile zu liefern, die die Premiumattribute und die wahrgenommene Qualität zusätzlich stärken werden.

Der Kaufpreis für die Akquisition der industriellen Vermögenswerte der Angell-Demmel Europe GmbH und der Kundenverträge beträgt ca. 12 Millionen Euro (ausgenommen der Werkzeuge, da dies von den anzuwendenden Anpassungsmechanismen bei Vertragsabschluss abhängig ist). Da diese Übernahme der Genehmigung der deutschen und österreichischen Kartellbehörden bedarf, wird der Vertragsabschluss voraussichtlich zum 1. Januar 2011 wirksam.