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Hoch zufrieden mit dem Ordereingang für Fiat Tipo und Alfa Giulia: FCA-Europachef Alfredo Altavilla. Bild: FCA

Die neue Giulia ist die Hoffnungsträgerin für das Premiumsegment, mit dem Fiat Tipo drängt Fiat-Chrysler zurück in die Golf-Klasse und setzt dabei radikaler als je zuvor auf ein günstiges Preis- Leistungsverhältnis. Beide Konzepte scheinen aufzugehen.

Gegenüber italienischen Medien sprach Alfredo Altavilla von einem starken Auftragseingang bei den beiden neuen Modellen, wobei der Tipo gleich als Trio, bestehend aus Limousine, Schrägheck und Kombi, an den Start geht. Altavilla sagte, dass sowohl im Giulia-Werk in Cassino/ Italien wie bei der Tipo-Produktion in Bursa/Türkei über dem üblichen Level in drei Schichten und an sieben Tagen die Woche die Bänder laufen.

Mit dem Tipo, den der Autobauer preislich gezielt in die Lücke zwischen Budget-Marken wie Dacia und VW gesetzt hat, könnte es den Italienern gelingen, verlorenen gegangenes Terrain im C-Segment zurück zu erobern, meinen die Marktexperten von IHS Automotive. Sie prognostizieren für 2017 knapp 170.000 Einheiten im Werk Bursa. Zum Vergleich: der ebenfalls dort gebaute und inzwischen eingestellte Linea kam in seinen Glanzzeiten im Jahr 2013 auf 40.000 Einheiten. Für die Giulia erwartet IHS bereits in diesem Jahr ein Produktionshoch von 55.000 Einheiten. Auf diesem Level dürfte sich die sportliche Italienerin auch 2017 halten. Diese prognostizierte Fertigungszahl steht aber in deutlichem Gegensatz zu den 100.000 Einheiten, die der Autobauer 2017 von dem Modell verkaufen will.