FCA-Boss Sergio Marchionne

In Asien kursieren Gerüchte, wonach FCA im Fokus chinesischer Autohersteller stehen könnte. Im Bild FCA-Boss Sergio Marchionne. Bild: FCA

Die Story war eigentlich eine Nicht-Story: Automotive News hatte berichtet, dass die Geely Holding, unter deren Dach sich bereits die Marken Volvo, Geely, Lynk & Co, Proton und Lotus befinden, nun den ganz großen Wurf plane und den Fiat-Chrysler-Konzern übernehmen wolle.

Das wurde von Gui Shengyue, Executive Director von Geely Automobile, postwendend dementiert. Womit der Fall eigentlich erledigt wäre, wäre da nicht der Nachsatz des Managers. Gui Shengyue sagte, dass man selbst keinen Übernahmeplan habe, Fiat-Chrysler aber für andere chinesische Marken interessant sei, um die eigene Entwicklung auf globaler Ebene schneller voran zu bringen. Chinesische Hersteller mit klar formuliertem globalen Anspruch sind unter anderem Chery, BAIC, Great Wall und aus der Elektroautoecke  BYD. Ein Interesse am Einstieg bei FCA dementiert hat inzwischen auch Dongfeng.

Am intensivsten – und aktuell erfolgreichsten - strickt die Geely Holding an ihrem globalen Markennetz. In China befindet sich die Kernmarke Geely seit Monaten auf Höhenflug, global gesehen gut läuft es für Volvo Cars. Geely-Aktien verzeichnen in diesem Jahr bislang das stärkste Wachstum in China, der Übernahmehunger von Li Shufu, Gründer und Chef der Geely Holding, gilt als noch nicht gestillt. Insofern war er nur eine Frage der Zeit, bis der Name des Unternehmens mit FCA in Verbindung gebracht wird, zumal der Chef des Fiat-Chrysler-Konzerns, Sergio Marchionne, keinen Hehl daraus macht, dass er auf der Suche nach einem starken Partner ist. Zu einem möglichen Interesse von chinesischen Herstellern hat sich FCA bislang nicht geäußert.